Herbstgrüße aus Kyoto!

Erlebnisse & Tipps aus Japans Zen-gelassener Kulturhauptstadt

Als Henry L. Stimson, amerikanischer Kriegsminister, 1926 Kyoto besucht hatte, schwärmte er von der Herrlichkeit Kyotos zur Herbstzeit, seinen Gärten und Tempeln. Auch zwei Jahrzehnte später während der erbarmungslosen Phase des Zweiten Weltkriegs, blieben die Erinnerungen an diesen Besuch lebendig. Auf sein Drängen hin wurde Kyoto von schweren Bombardements verschont und als Ziel für den Abwurf der Atombombe von der Liste gestrichen, an dessen Stelle Nagasaki rückte.

 

Kyoto ist die Schatzkammer Japans und eine der kulturell reichsten Städten der Welt. Das Unschöne an einem Kyoto Besuch ist, man muss sich entscheiden. Zwischen 17 UNESCO-Welterbestätten, 400 farbenprächtigen Shintō Schreinen, 1600 buddhistischen Tempeln und den unzähligen herrlichen Stein- und Landschaftsgärten. 

 

 

Einen Monat könnten damit verbringen, Kyoto zu erkunden und wird doch nur an der Oberfläche kratzen. Nur, welche Sehenswürdigkeiten sollte man sich anschauen?

 

Aus meinen Favoriten habe ich die Tempel, Schreine und Gärten ausgewählt, die sich gut in ein abwechslungsreiches Programm von 3 bis 4 Tagen einbinden lassen. Man sollte sich auf ein paar wesentliche Kulturstätten beschränken, denn Kyoto hat noch anderes zu bieten, und nach dem zweiten Tempelbesuch ist eine Abwechslung meistens willkommen, wie...

 

...sich durch den exotischen Nishiki Markt snacken oder am idyllischen Kamo-Fluss picknicken, hervorragenden Sake verkosten oder im alten Teeladen die richtige Zubereitung lernen, in einem Matcha Dessert-Laden schwelgen und anschließend auf Souvenir-Jagd gehen (fantastischer Flohmarkt), Geishas und Antikes im alten Gion aufspüren oder im Sportzentrum beim meditativen Bogenschießen zuschauen. 

 

Ankunft Kyoto Station – Das moderne Tor ins alte Japan

Pünktlich auf die Minute fährt der Shinkansen aus Tokio im Bahnhof Kyoto ein, und wer geradewegs auf den Ausgang zueilt, könnte die futuristische Architektur übersehen, die sich über dem Atrium auftut. Die beeindruckende Dachkonstruktion von Architekt Hiroshi Hara ist die erste Besucherattraktion und Willkommensgruß in die alte Kaiserstadt.

 


 

Als man den neuen Bahnhof 1997 eröffnet, weigern sich Kyotos konservative Bewohner ein derart futuristisches Bauwerk zu akzeptieren und bezeichnen es sogar als Schandfleck. Dabei orientiert sich das Bauprinzip am traditionellen Kyoto-Haus, bei dem man das visuelle Interesse nach innen richtet und ein einfacheres Gesicht nach außen. Die Aufregung hat sich gelegt, als das architektonische Meisterstück zur neuen Sehenswürdigkeit Kyotos wurde.

 

Eine kurze Erkundung des Kyoter Bahnhofs sollte man nicht auslassen. Das geht auch mit Gepäck über die langen Rolltreppen. Tribünenartige Treppen führen zum Skywalk mit interessanten Blicken auf die offene Dachkonstruktion. In riesigen Glasflächen spiegeln sich Himmelsbewegungen und die Luft streicht durch die Öffnungen der kathedralenartigen Halle. Vom Dachgarten gibt es den ersten Blick über Kyoto. Das Stadtbild wird erstmal enttäuschen, denn es ist austauschbar mit jeder anderen japanischen Stadt und deren vielen Zweckbauten. Die Schätze verbergen sich dazwischen. Die Zen-entspannte Kulturhauptstadt gilt es zu durchstreifen und zu entdecken.

 

GUT ESSEN IM  BAHNHOF

Wer Hunger verspürt: Der Bahnhofskomplex ist ein riesiges Einkaufszentrum aus einem dichten Netz belebter Geschäfte und Restaurants, sogar eine ganze Etage ist den Ramen-Restaurants gewidmet.

Gut und günstig Sushi essen kann man im Bahnhof beim sympathischen Sushi no Musashi. Die fünf Köche sorgen gleichzeitig für ständig frischen Nachschub auf dem Sushi-Band. Die Teller haben einen Festpreis bis auf die teureren 'Specials'. Ein paar Schritte weiter bei Gion Tsujiri, mit allen erdenklichen Produkten aus Matcha-Tee, gibt es unser erstes Matcha Eis – eine Spezialität Kyotos, um Besucher süchtig zu machen!

 

KYOTOS RETRO-TURM

Tritt man in Kyoto aus dem Bahnhof, wird man von dem Anblick des rot-weißen Kyoto Tower überrascht, der bei seiner Errichtung zur Olympiade 1964 den gleichen lauten Aufschrei erweckte und als futuristische Rakete beschimpf wurde, während der Architekt in seinem Werk eine traditionelle buddhistische Kerzenleuchte sah. Als Leuchtturm des Optimismus markiert er Kyotos Wendepunkt in die Modernisierung, als mit den Olympischen Spielen in Tokio, die neue Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Kyoto und Tokio eingeleitet wurde. Kyoto Tower mit Aussichtsdeck / Eintritt.


Higashiyama – das alte Kyoto liegt in der Oststadt

Im noch ursprünglichsten Stadtteil Kyotos östlichen des Flusses verdichten sich die großen und berühmten Tempeln. Der Fluss Kamo, der das Viertel vom Zentrum trennt, bewahrte es auch vor Bränden. Einen ganzen Tag lang kann man hier locker verbringen. Neben den jahrhundertealten Holztempeln und meditativen Zen-Gärten am Berghang findet man im südlichen Higashiyama die schönsten historischen Gassen, die einem ins alte Kyoto versetzen. Elegante Teehäusern und edle Ryokans, die seit Generationen Besucher beherbergen, sowie kleine feine Geschäfte und Galerien. 

Die Ishibe-Koji und Ne-ne no Michi Gasse sind beliebte Filmkulissen.  Und auf den abschüssigen Pflasterstrassen Sannenzaka ('drei Jahre abwärts') und Ninenzaka ('zwei Jahre abwärts'), sollte man auf ihre Bedeutung acht geben. Wer hier ausrutscht, dem wird es zwei bzw. drei Jahren Unglück bringen (Lage & Bewertungen).

 

KYOTO KARTE Higashiyama & Gion die schönsten Strassen für Entdeckungen.

 

Im Gion Bezirk – Geisha Anfassen verboten

Im Westen von Higashiyama stoßt man auf den alten Geisha Bezirk Gion, der berühmten berüchtigt ist. Zum einen speist man dort Massen von Touristen ab mit Bars, Alkohol und Karaoke, zum anderen zeigt das Gion auch eine elitäre Seite und statt Neonleuchten Papierlaternen. Hinter den dunklen Machiya Holzhäusern verbergen sich teure Kaiseki Restaurants und die Ochaya, die kultivierten Geisha-Teehäuser. In diese Institutionen bekommt nur ein standesgemäßes Publikum Zugang. Handverlesenen Stammkunden, wie Firmenbosse, Politiker und andere Gutbetuchte, die ein Unterhaltung einer Geisha schätzen und sich vor allem leisten können. 

 

Geisha Experience für Besucher. Eine seriöse Adresse wäre z.B. die des Kyoto Kenners Chris Rowthorn Tours. Um die 500€ kostet eine Geisha am Abend plus 150€ pro Person für das exklusive Kaiseki Abendessen.

 

Ein Tag eine Geisha sein. Viele junge Japanerinnen, z.B. aus Tokio, kommen nach Kyoto, um einmal einen Tag lang traditionell im Kimono zu verbringen. In Kyoto gibt es jede Menge Angebote, bei denen man sich entweder nur den Kimono leiht, oder sich mit allen Drum und Dran in eine Geisha verwandelt inklusive Foto-Shooting (z.B. gelobt Gion Aya). Preise vergleichen, die ‚Walk in’ Geschäfte können sich als teuerer Touristen-Nepp entpuppen.

 

 

Wohin zum Geisha Spotting? Bei Einbruch der Dunkelheit hat man die besten Chancen einen Blick auf eine echte Geisha zu erhaschen, bevor sie sich in einem der Hauseingänge verliert.  Ohren auf! Wenn sie abends weiß geschminkt im farbenprächtigen Kimono zur Arbeit trippeln, hört man sie schon am nostalgischen hölzernen Klappern ihrer Geta Holzsandalen. In Kyoto werden Geishas Geiko "Kind der Künste" genannt. 

 

Beste Tage: Wochenende und Feiertage, am wenigsten Montags. Beste Strassen in Gion: die Shinbashi dori am Kanal und die Hanami-koji mit dem berühmten roten Geisha-Haus Ichiriki (Google Map). Sowie auf der  Pontocho-Gasse über dem Kamo-Fluss.

Auf dem Philisophenweg  zu Kyotos berühmten Tempeln & Gärten

 

Es ist der schönste Spaziergang in Kyoto auf dem der in Gedanken versunkene Nishida Kitarō, geistiger Vater der Kyōto-Schule und der Philosophie des Absoluten Nichts, allmorgendlich zu seinen Schülern schlenderte. Am kleinen Kanal mit der Kirschbaumallee findet man heute noch ein Plätzchen zum Ausruhen zwischen dem berühmten Silbernen Pavillon und dem großen Zen-Tempel Nanzen-ji, die der Philisophenweg  über einen Bergkamm verbindet.

Den Philosophenweg liegt im nördlichen Teil des Higashiyama Bezirks. Man kann den Weg im Norden oder Süden beginnen, und wie für alle Sehenswürdigkeiten von großer Beliebtheit gilt, frühmorgens oder bevor die Tore schließen ist es hier am friedlichsten. Besonders schön zum Abendlicht.

 

  • Auch Cafes und Restaurants laden auf dem Weg zu einer Pause ein, Restaurant Tipps folgen unten.
  • Philosophenweg Route auf Google Map zwischen Ginkakuji Silberpavillon und Nanzen-ji Tempel im nördlichen Teil des Higashiyama Bezirks. Seine zwei Kilometer Länge könnte man in einer halben Stunde bewältigen, mit allen Besichtigungen ein paar Stunden oder den ganzen Tag verbringen. Die Google-Suche  zeigt  Bus & Bahnverbindungen an.
  • Sogar gutes Shopping geht auf dem PhilisophenwegMan kommt an mehreren kleinen Geschäften vorbei mit interessantem Kunsthandwerk und schönen Souvenirs, wie dem Laden von Ginkakudo oder Urushino Tsunesaburo für handgearbeitete Lackwaren (mit mehreren Läden in Kyoto). Tolles Wohndesign gibt es bei KISOARTECH in der Mitte des Philosophenwegs Google Map.

 

 

 

Philosophenweg von Nord nach Süd – vom Ginkakuji Silberpavillon bis Nanzen-ji Tempel

Der Silberne Pavillon Ginkaku-ji-Tempel des modernen Shogungs

 

Im 15. Jahrhundert hatte Shogun Ashikaga Yoshimasa sich diesen Palast mit Garten als Altersdomizil errichtet, starb aber noch bevor er ihn vollenden konnte. Seine silberne Verkleidung zu Ehren seines Großvaters, dem Errichter des Goldenen Pavillons, hat der Silberne Pavillon nie erhalten. Yoshimasa war ein Ästhet und hat die japanischen Künste nach seiner 'Zen-Wahrnehmung von Schönheit' neu geprägt. Sein 'Steingarten Design' ist von einer geradezu modernen Ästhetik und unwirkliche Schönheit.

 

 

Der Tempel des Silbernen Pavillons gilt als herausragendes Werk der Gartenkunst. Originalgetreu sind Steingarten, Wasserfall, Teiche, die moosbewachsenen Felsen und prächtigen Kiefern. Mehrere Spazierwege führen durch alle Facetten. Weltbekannt ist sein Trockengarten und einzigartig der große akkurate Sandkegel 'Kogetsudai'. Nachts soll er sich wie Mount Fuji im 'bewegten See des Silbersandes' spiegeln, den die akribisch geharkte weiße Kiesfläche suggeriert. Das Design ist einzigartige und ändert sie sich nie. Die Sandfläche 'Ginsadan' wird einmal im Monat von sechs professionellen Gärtnern geharkt, die speziell für diese komplizierte Aufgabe eingestellt wurden.

 

Das filigrane Haus der Teezeremonie ist eines der ältesten im Land und original. Hier traf sich Yoshimasa mit der geistigen Elite, wo sich Teezeremonie, Kalligraphie, Noh und Ikebana zur hohen Kunst entwickelten. Der Teeraum Dojinsai wurde zum Vorbild für aller nachfolgenden Zeremonienräume. Vom oberen Hügel hat man einen schönen Blick über den Ginkaku-ji Tempelgarten und Kyoto. Auch wenn es hier viele Besucher und Schulklassen gibt, sie werden den Eindruck aber nicht verderben.

  • The Japanese Gardening ist eine hervorragende Seite über die japanische Gartenkunst.
  • Ginkaku-ji Tempel des Silbernen Pavillons (Lage) – 8h30-17h / Winter 9h-16h30 / Eintritt

Honen-in Tempel – Stiller Abstecher am Philosophenweg

Hinter dem  Philosophenweg versteckt sich der etwas verwunschen wirkende Honen-in Tempel. Ist man durch sein moosbedecktes Tor mit dem ländlichen Schilfdach getreten, wird man zwischen zwei Byakusadan-Terrassen aus sorgfältig geharktem Sand hindurchgeführt. Sie sollen Körper und Seele des Eintretenden reinigen, anstelle des fehlenden rituellen Wasserbeckens. Alle paar Tage früh am Morgen zeichnet ein Mönch kunstvoll ein neues Motiv auf die Hügel, mal sind es Wellen, mal Ahornblätter oder Blüten. Eine Steinbrücke führt über den Teich in den Moosbewachsenen Garten. Hier liegt Japans bedeutender Schriftsteller Junichiro Tanizaki begraben, der mit seinem Buch 'Der Schlüssel' 1956 einen verstörenden erotischen Skandalroman schrieb.

 

Honen-in Tempel: 10min Fußweg vom Ginkaku-ji Silbernen Pavillon / 6h-16h / Eintritt frei / Lage  Google Map

 

JAPAN ROMAN LESETIPP

 

Im Honen-in Tempel liegt Junichiro Tanizaki begraben, einer der bedeutendsten Romanautoren Japans. Mit seinem Buch 'Der Schlüssel' schriebt er 1956 einen verstörenden erotischen Skandalroman.

 

Ein Pionierwerk über das gesellschaftliche Tabu-Thema Sex & Ehe. Schonungslos vertraut er einem geheimen Tagebüchern seine unterdrückten Obsessionen und sexuelle Sehnsüchte an, mit der Furcht und der Hoffnung seine leidenschaftslose Ehefrau könnte es heimlich lesen. Ein Klassiker der uns gleichzeitig in eine andere Kultur eintauchen lässt.  Der Schlüssel (als Buch oder Amazon Kindle Edition).

 

 

Der große Zen-Tempel Nanzen-ji

Nanzen-ji ist einer der lohnenswertesten und größten Zen-Tempel in Kyoto mit zahlreichen Untertempeln. Am Eingang steht das mächtige freistehende Sanmon Tor. Der legendärer Räuberheld Ishikawa Goemon soll hier im 16. Jahrhundert Unterschlupf gefunden haben. Entkommen ist er nicht. Am Ende wurde er vor dem Nanzen-ji Tor in einem Eisenkessel lebendig in Öl gekocht. Vom oberen Stock hat man einen schönen Rundblick. 

 

Zum Hōjō Haupthaus gehört der schöne Steingarten des Springenden Tigers. Ein großes ziegelrotes Aquädukt aus der Meiji-Zeit ist dann ein etwas überraschender Anblick. Eintritt /  8h40 - 17h / Google Map

 

 

Konchi-in ist ein Untertempel eines Shoguns der für seine Gartengestaltung Kobori Enshu, den Sprössling einer Samurai Familie heranholte. Dieser war ein berühmter Teemeister und begehrter Gartenarchitekt. Enshu hatte das Auge des Malers und nutzte die Landschaft als Medium. Das berühmte Bild des 'Kranichs und der Schildkröte' sieht man nur von der Veranda der Haupthalle. Geharkter Sand vor verwitterte Steinformationen, mit knorrigen Kiefern und modellierten Büschen. Er gilt als zugänglicher und weniger überlaufen, als der berühmte Ryoan-ji-Steingarten im Norden der Stadt.

Dahinter liegt das Teehaus in einem moosbewachsenen Garten und ein malerischer Seerosenteich mit Koi-Fischen. Konchi-in ist eines der wenigen Originalwerke von Kobori Enshu und eines der besten Beispiele der 'Geliehenen Landschaften'. Extra Eintritt / 8h40 - 17h


Restaurant Tipps am Philosophenweg

Restaurant Omen. Das Omen liegt nur 5min vom Ginkakuji Silberpavillon und war mittags sehr gut besucht. Es ist bekannt für seine hausgemachten Udon mit Tempura aus Garnele und Saison-Gemüse. Große oder kleinere Nudelportion zum gleichen Preis. Die Karte bietet auch noch andere Gerichte. Im ersten Stock sitzt man auf richtigen Stühlen. Tel +81 75-771-8994, Do zu, nördlich des Philosophenwegs. Infos Lage Google Map 

 

 

Lunch Tipp Restaurant Fu-ka GinkakujiIn dem kleinen Restaurant kocht ein Ehepaar japanische Hausmannskost. Absolut lecker und günstig. Zum Beispiel probieren: Omurice, das Ei-Omelette mit Reis gefüllt und einer Soße ist herrlich cremig und fluffig. Das japanische Schnitzel Donkatsu ist super knusprig und doch leicht, und des Nachbarn Steak sah auch gut aus. Lage: nur 150m vom Silberpavillon Tel +81 75-771-5538, 11h30-15h30, Dienstag geschlossen, Bewertungen & Infos Google Map

 

 

Tipp Kaffeepause mit Nostalgie. Das Café Shinkokan im Ryokan Yoshida Sanso. Das geschichtsträchtige Haus liegt nur 10min vom Philosophenweg und stammt aus den 1930er Jahren. Damals war es Teil der kaiserlichen Villa von Prinz Higashi-Fushimi. Heute lädt es zum Besuch als stilvolles Café ein mit Blick auf den alten japanischen Garten. Wir haben es nicht besucht, aber eine Japan-Kennerin hat es sehr empfohlen. Es ist übrigens auch eine wunderschöne Ryokan Unterkunft für Kyoto! Infos Google Map

Tipp. Die Illumination Nights im Kodai-ji-Tempel

Wir haben Glück, denn zurzeit findet die Illumination Nights im Kodai-ji-Tempel statt. Lange Treppen führen zum Tempel hinauf durch einen verträumten Bambushain. Die nächtlichen Illuminationen haben etwas Geisterhaftes, die Spiegelungen im See sind von irritierenden Realität. Ein Highlight ist die fantastische 3D-Lichtprojektion. Dämonen, Fabeltieren und Drachen jagen durch die Lüfte und prasseln als Wassertropfen auf den Trockengarten nieder, der sich in fließendes Wasser verwandelt hat.

 

Auch wenn der schönste Tempel im südlichen Higashiyama von Touristen oft ausgelassen wird, die nächtlichen Illuminationen sollte man nicht verpassen. Der Trockengarten ist ebenfalls ein Werk vom berühmten Gartengestalter Kobori Enshu. Die Kodai-ji Night Illumination Events finden im Frühjahr, Sommer und Herbst statt ab Sonnenuntergang bis 21h30. Die 3-minütige Lightshow läuft dann nonstop. Wer neugierig ist, hier ein Video zur Kodaiji Tempel Illumination. Lage Google Map.

 

Nishiki Market – Kyotos Naschmarkt


 

Ob Sashimi, Tamago-Ei, Octopus oder die Goma Reis-Dumplings, alles kommt am Stiel.

 

Ein Erlebnis in Kyoto ist es, sich durch die appetitlichen Snacks auf dem Nishiki Markt durchzuprobieren. Der beliebte Lebensmittelmarkt besteht seit rund 400 Jahren und lädt zu einer Entdeckungsgang durch die schmale überdachte Marktstraße ein (ideal bei Regenwetter). Verkauft werden Meeresgetier und Seetang, Tofu in allen erdenklichen Zubereitungsarten, wie die Tofu-Haut Yuba, grün duftende Tees, dazu Matcha-Küchlein und das kunstvolle Teekonfekt Wagashi – dazwischen immer wieder Stände mit den eingelegten Tsukemono Pickles. Auf dem Nishiki Markt lässt es sich auch gut Kochgeschirr & Küchenutensilien einkaufen, sowie die gesamte japanische Palette an Gewürzen. Das typische Nationalgewürz Shichimi gibt es sogar in einem pfefferigen Vanilleeis zu verkosten. Wer den japanischen Gaumen weiter erforschen möchte, dürfte auf noch anderes Exotisches stoßen.

 

"Essen während des Gehens" wird auf dem Nishiki Markt ausnahmsweise nicht missbilligt. Auf der Straße zu rauchen, zu trinken oder zu essen ist in Japan äußerst verpönt. Das hat auch rein praktische Gründe, zu viele Menschen auf zu engem Raum würden Unmengen an Abfall produzieren, daher wird man in Japan keine Abfalleimer finden! Der Japaner nimmt seinen Müll mit nachhause. Zum anderen wird dem Essen eine hohe Wertschätzung entgegengebracht. Als Japaner setzt man sich hin und genießt sein Mahl, ohne sich abzulenken.

 

Kyoto Nishiki Market Infos: Der Markt befindet sich im Herzen der Innenstadt. Öffnungszeiten variieren Winters und Sommers, täglich von ca. 9 bis 17 Uhr (aktuelle Öffnungszeiten und Google Lage).

 

TIPP. Wer noch Lust hat, geht auf ein Kirin Bier in die Stehkneipe Hyaku am Ende des Nishiki Marktes, wo die 'Locals' gerne ein Feierabend-Bier mit  Snack einnehmen (Foto unten). Hyaku auf Google MapQuasi gegenüber der Kneipe liegt das berühmte Kaufhaus Daimaru als Shopping Tipp.

 

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Direkt weiter ins Kaufhaus Daimaru zur exquisiten Food Hall

 

Das bekannte Kaufhaus Daimaru kommt gleich nach dem Markt. Wer sich auf dem Weg ins Kellergeschoss macht, wird ein Gourmet-Paradies betreten. Durch japanische Food-Abteilungen kann man so richtig schwelgen, und immer wieder gibt es vom umsorgenden Personal kleine Kostproben.  Überwältigen ist hier die Auswahl an Wagashi, den japanischen Süßigkeiten (auch ein nettes Souvenir). Was Augen und Gaumen geboten wird, ist erstaunlich und von umwerfender Qualität – wie die rosa Erdbeeren in der Holzbox für umgerechnet 105,- Euro.

 

Daimaru Department Store Kyoto (Google Map). Das Kaufhaus ist auch eine gute Adresse für schöne Souvenirs –japanische Keramik, Yukata Hauskimonos und vieles mehr. Geöffnet täglich 10 bis 20 Uhr.

 

Das Takashimaya Kyoto ist ein ebenbürtiges Traditions-Kaufhaus mit einer fantastischen Gourmet-Abteilung. Hier haben wir uns einmal sehr gute Sushis geholt, dazu gleich eine Flasche Sake, der in Japan um Welten besser und günstiger ist. Es gibt den Dry und den Sweet Sake, letzterer wurde unser Favorit. Leicht gekühlt gab es ihn fortan auf unserem Zimmer als Aperitif oder Digestif. Mehr über die neu entdeckte Liebe zum Sake aber später.

 

Pickles & Reis – Brot und Butter der Japaner

Die japanischen Pickles 'Tsukemono' haben Ernährungsforscher als Superfood entdeckt.

 

Das fermentierte Gemüse ist besonders in Kyoto populär und in der japanischen Küche ein fester Bestandteil. Meist aus Ingwer, Gurke, Rettich, Kohl oder die Umeboshi-Pflaume, schmecken sie salzig bis sauer. Die Konservierungsmethode gibt es schon seit Jahrtausenden und kam mit dem Buddhismus aus China. Da Japan kein Salzvorkommen hat, nutzte man damals noch das Meerwasser. Eingelegt wird vornehmlich in Salz und Reiskleie, aber auch in Essig, Miso oder den Koji-Schimmelpilz, einem Nebenprodukt bei der Herstellung von Sojasauce. Früher wurde viel selbst eingelegt, daher bezeichnet man in Japan eine tüchtige Ehefrau auch als Soko no Tsuma – Soko die Reiskleie und Tsuma die Ehefrau. Bei der Fermentation entsteht ein bestimmtes Bakterium, das die Immunität steigert und die guten Bakterien im Darm fördert. Zudem soll es die Haut reinigen und bei Akne helfen. Einige Forscher gehen so weit und behaupten, dass das fermentierte Superfood sogar den Grippevirus bekämpfen

kann.

 

Wer jetzt Interesse hat, selbst fermentiertes Gemüse herzustellen, hier eine einfache Anleitung.

 


An Koytos schönem Flussufer

Sommerabend am Kamo-Fluss
Sommerabend am Kamo-Fluss

Kyotos Kamo-gawa 'Wildentenfluss' entspringt in den Bergen und fließt von Nord nach Süd durch das Herz der Stadt. Im Frühling säumt ihn ein Meer von Kirschblüten und lädt zum Picknicken ein. Wenn es wärmer wird öffnen die Yuka Restaurants der schmalen Ponto-chō Gasse wie schon seit Jahrhunderten ihre Holzterrassen. Sie ragen hoch über den Fluss und sorgen in der Sommerschwüle für eine kühle Brise. Die jungen Leute setzen sich mit einem mitgebrachten Bier ans Flussufer, das zu ihrem allabendlicher Treffpunkt wird. Der Kamo-Fluss ist aber auch ein Naturparadies. An seinen Ufern kann man jede Menge Reiher beim Fischen beobachten, aber auch den Kronenkranich, Otter oder Rehe erspähen. Den parallel verlaufenden Kanal ließen im 17. Jahrhundert die Händler zum Transport ihrer Waren bauen.

 

  • Webseite Yuke Flussrestaurants Kyoto
  • Von Mai bis September öffnen Kyotos Flussrestaurants ihre Holzterrassen. In den heißesten Monaten Juni, Juli und August sind sie nur abends geöffnet, aus reiner Vorsicht, wegen der verderblichen Lebensmittel.

Schöner Wohnen in den Machiya Häusern von Kyoto

 

Ein altes Stück Kyoto lässt sich auch beim Übernachten erfahren, zum Beispiel im eigenen Machiya Haus.

 

Die historischen, in dunklem Holz verkleideten Wohn- und Geschäftshäuser beherrschten einst die Straßen von Kyoto. Die Hausbreite lässt auf den Wohlstand seines früheren Besitzers schließen. Je mehr Straßenfläche das Haus einnimmt, desto höher die Steuerabgaben, weshalb die meisten Machiya-Häuser in Kyoto schmal und lang sind. Jene, die den Bränden, Erdbeben und oder der Modernisierung nicht zum Opfer fielen, wurden gerettet und renoviert. Alex Kerr, ein Amerikaner, der als Zwölfjähriger zum ersten Mal nach Japan kam und sich 1977 in Kyoto niederließ, hat das Restaurierungsprojekt angeschoben und vermietet inzwischen unter Iori Machiya eine ganze Reihe schöner, renovierter Stadthäuser von unterschiedlicher Größe für 2 Personen bis 9 Personen. Die Preise variieren stark nach Saison und Belegung. Iori Machiya Stay Häuser (Details & Preise s. Booking.com).

 

Eine alternative, traditionelle Wohnart sind die Ryokans. In Kyoto gibt es eine Vielzahl dieser familiär geführten historischen Gasthäuser. Die bestbewerteten Ryokans von Kyoto (siehe Booking.com)

Hereinspaziert in unser Kyoto Haus

 

Hinter dem hölzernen Straßentor führt der kleine Hof zum überdachten Hauseingang, wo die Hausslipper ordentlich aufgereiht stehen. Die Fassade zeigt die typischen Machiya-Details aus Ziegeldach, vergitterte Fenster und Schilfrohrjalousien.

 

Ein wunderbares Gefühl beim Eintreten. Der Blick geht hindurch bis zum Fluss, ganz nach der japanischen Philosophie des fließenden Raumes. Das Haus ist erfüllt vom aromatische Duft der Tatami-Böden. Es ist ein wohliges, massierendes Gefühl barfuß darüber zu laufen. Die traditionelle Matte aus gepresstem Reisstroh und Binsen ist das japanische Raummaß. Wohnungen werden nicht in Quadratmetern, sondern in Tatami angegeben, nach dem Kyoto-Maß von je 95,5 x 191cm. Die reduzierten Möbel sind von ausgewähltem Geschmack, wie die antiken japanischen Bildschirme, die den Häusern als platzsparende Trennwände dienen. Im Bad riecht es nach Zedern. Nach alter Tradition ist es mit einer Zedernwanne ausgestattet. Direkt unter unserem Balkondeck fließt der Kamo-Fluss, in dem wir morgens beim Tee die fischenden Reiher im seichten Ufer beobachten. Vereinzelte Jogger und Radfahrer ziehen  an der Promenade vorbei. Das wunderschöne Izumiya-cho Machiya bewohnen wir mit zwei Freundinnen und genießen das 'Zuhause sein', das leider etwas zu kurz kommt, bei dem vielen Besichtigungsprogramm. 

 

Das Izumiya-cho Machiya hat eine hochwertige Ausstattung und verbindet sehr gelungen architektonische Tradition mit modernem Komfort. Es bietet kostenloses W-Lan, sogar einer Bodenheizung und Platz für 6 Personen. Die Schlafräume und ein zweites Bad befinden sich im ersten Stock. Die Küche ist sehr klein und weniger zum Kochen gedacht, aber wer will das schon, bei den gastronomischen Verlockungen Kyotos. Alle Machiyas von Iori kommen mit einem Concierge-Service, täglich wird der gute Kaffee und Tee aufgefüllt. AUf Wunsch werden Reservierungen gemacht für Theater, Teezeremonien oder Restaurants. 

 

Die Lage in der grünen Kiyamachi dori Strasse und am ruhigen Fluss ist ideal und mitten drin. 10min Fußweg sind es zu den stimmungsvollen Ausgehvierteln Pontochō und Gion mit ihren historischen Fassaden.

 

Ein Luxus Machiya für Liebhaber des Zen-reduzierten Designs mit Nichts, was die Raumharmonie stören könnte.

 

Erwerb einer Wohltat im weltlichen Leben

An allen Tempeln und Schreinen kann man ihnen kaum entgehen. Glücksbringer, Amulette und Talismane mit dem zuständigen Gott. Wer sie kauft, erwirbt eine diesweltliche Wohltat. 

 

Im kleinen bestickten Omamori Seidenbeutel steckt ein Gebet für bestimmte Wünsche wie gute Noten, einen Partner oder Verkehrssicherheit. Ein Jahr trägt man es bei, danach ist seine Wirkung verfallen und ein neuer Glücksbringer muss her.  Auf die bedruckten Holztäfelchen (Ema) schreibt man sein ganz persönliches Anliegen und hängt es beim Tempel auf.  Mit dem gefalteten Omikuji Papier kauft man sich ein Orakel zu allen Lebensbereichen, das nicht immer positiv ausfällt. Unser Orakal kommt aus dem Automaten aus dem Maul einer Glücksgott Figur. Schlechte Weissagungen wird man wieder los, indem man das Papier am Schrein an einen Busch bindet und die Kami bittet, das schlechte Schicksal möge nicht in Erfüllung gehen. Gute Orakel dagegen nimmt man mit nach Hause.

 

Dieses Streben nach Genze riyaku, 'einen Nutzen oder eine Belohnung im diesseitigem Leben', ist ein Wesenskern der japanischen Religiosität und wird ganz unbefangen praktiziert – zur Abwehr von Unheil oder für Wunscherfüllungen. Geschäftstüchtigkeit in der Religion, die bei uns Befremden hervorruft, hat in Japan nichts Verwerfliches. Da man weder Staatsreligion noch Kirchensteuer kennt, sind alle religiösen Stätten auf sich selbst gestellt. 

 

Eines der beliebtesten Glücksbringer ist der Frosch, den Japaner gerne in der Geldbörse aufbewahren. Das japanische Wort für Frosch kaeru bedeutet nämlich auch 'zurückkommen', und man denkt dabei an das ausgegebene Geld.

 

Eine pragmatische Art der Bewältigung alltäglicher Lebenssituationen.

 


Grüner Tee – Elixier der Seele & Wachmacher par excellence

"Eine Person, die keinen Tee in sich hat, ist unempfänglich für die Schönheit der Welt"

Japanisches Sprichwort 

 

 

Besuch im schönsten Teeladen von Ippodo

 

Kyoto ist auch die Stadt des grünen Tees mit dem älteste Teeanbau Japans im südlichen Uji. Von dort wurde der Kaisertee geliefert und noch heute der teuerste grüne Tee der Welt angebaut, der Gyokuro (dt. „edler Tautropfen“), die allerbeste Qualität gibt es à 50g für 40 Euro z.B. bei Ippodo Tea in Kyoto, die seit 1717 im Teegeschäft sind. Ippodo ist nicht nur das beste sondern auch schönste Teegeschäft Kyotos.  Betritt man den Verkaufsraum, hat man das Gefühl, die Zeit wurde zurückgedreht.

 

Unbedingt im angeschlossenen Teesalon unter Anleitung seinen Tee eigenhändig zubereiten!

 

Die Karte bietet alle Teesorten und alle Preisspannen (von 5 bis 15 Euro). Interessant ist es, verschiedene Sorten und Qualitäten zu vergleichen. Jeder Teeportion kommt mit japanischem Teekonfekt und wird traditionell dreimal aufgegossen, mit unterschiedlicher Länge und Temperatur, der feinen Gyokuro sogar nur bei 60° Grad. Dazu muß ich mein Teewasser erst dreimal in Schälchen umschütten, bevor ich es aufgießen kann. Das Ergebnis ist eine intensive grüne Tee Essenz, die Tröpfen für Tröpfen ein kleines Schälchen füllt. Der Matcha wird vor dem Gast vom Personal traditionell zubereitet. Von dem hochwertigsten dickflüssigen starken 'Koicha', der fast zur Hälfte in der Schale zurückbleibt, wird noch ein leichterer 'Usucha' zubereitet wird. 

 

Ippodo Kyoto Store.  KABOKU Tearoom 10 bis 18 Uhr, das Geschäft öffnet ab 9 Uhr (Lage Google Map)

Die  Teezeremonie  – des einen Freud des anderen Leid

 

Die  Teezeremonie  – des einen Freud des anderen Leid

 

Grüner Tee ist unfermentiert und obwohl er intensiv grün und leicht erscheint, enthält er weit mehr Koffein als Schwarztee oder sogar Kaffee. Der Wachmacher par excellence wurde von buddhistischen Zen-Mönchen aus China eingeführt und hielt sie während des strengen Gebetspensums wach. Als der Tee den japanischen Hof erreichte, kam das belebende Getränkt in Mode. Eine ganze Zeremonie entwickelte sich daraus und wurde zum Ritual der Samurais bei der letzten Begegnung vor einer Schlacht. Die Beherrschung der Teezeremonie wird noch heute nach denselben Regeln und mi­nu­ti­ösen Bewegungsabläufen durchgeführt. In Kyoto kann der Besucher diese Erfahrung machen, auch als touristenfreundliche Kurzversion.

 

Jetzt ist aber langsam mal gut... 

Eine echte japanische Teezeremonie (sadô) mit Regeln, die auch der Gast zu befolgen hat, kann eine tiefe geistige Entspannung sein oder eine schmerzhafte, nicht enden wollende Erfahrung. Es braucht viel Disziplin, um über eine Stunde ruhig auf den Knien zu sitzen, die verwendeten Gefäße zu betrachten und erörtern, während die langsamen Bewegungen des Teemeisters sich zu wiederholen scheinen. Entweder man schafft es jetzt abzuschalten oder die Geduld wird strapaziert bis der aufzuschlagen Tee gereicht wird. Die Meinungen reichen von sterbenslangweilig bis einschläfernd und von tiefenentspannt bis faszinierend.

Alles Matcha oder was?

Kyoto ist für viele Dinge berühmt, dazu zählen die Matcha-Desserts. An fast jeder Straßenecke in Kyoto kann man seine Gelüste nach dem grün-würzigen Matcha Geschmack stillen. Als Eis, Parfait, Latte oder Cappuccino, Baumkuchen und Torten, Fondue, geleeartige Warabimochi, Pudding oder Crêpe, sogar Matcha Kitkat und Orsey gibt es in jedem Supermarkt.

Mindestens einmal sollte man eines der speziellen Dessert-Restaurants besuchen. Das Gion Kimori ist so eine berühmte Institution, und schöner kann man nicht einkehren. In den nostalgischen Räumen des historischen Kyoto-Haus lassen die Dessert Touristen wie Einheimische in Genuss schwelgen. Gion Kimori Info Google Map

 

Den Geist der Japaner Kampfsportarten schnuppern

 

Im Sportzentrum von Kyoto

 

In der historischen Kampfkunsthalle unter alten Holzgiebeln werden bereits seit 1899 die japanischen Kampfkünste trainiert und Wettkämpfe ausgetragen. Dann sitzen die Zuschauer auf Tatami Sitzmatten auf dem polierten Holzboden, und in der Mitte auf dem 'Kaiserliche Sitz' nahm früher der Tennō Platz. Unter den strenge Augen des Lehrers sind Jungen und Mädchen gerade beim Judo Training. Der historische Holzbau ist original aus der Meiji Zeit und das älteste Kampfsportzentrum Japans.

 

Nach einer kurzen Anmeldung lässt man uns alleine die Sporteinrichtungen erkunden.

In der großen neuen Sporthalle läuft ein Tischtennis-Turnier der Senioren.

Die längste Zeit verbringen wir beim Kyudo Bogenschießen, das faszinierend und fesselnd ist.