Skiurlaub im Val di Fassa – Weit mehr als Sellaronda!

Sieben Tage, sieben Skigebiete – eine Woche aktiver Skilauf

 

Im Val di Fassa lässt sich nicht nur direkt in das weltberühmte Skikarussell Sellaronda einsteigen – das Tal legt noch sechs Skigebiete obendrauf, jedes für sich eine Dolomiten-Augenweide. Zwei davon haben es uns ganz besonders angetan: Vigo-Catinaccio, das direkt unterhalb des majestätischen Rosengartens liegt, und San Pellegrino, das einen unvergleichlichen Blick auf die Dolomiten-Ikonen der Pale di San Martino bietet.

 

Pale die San Martino - San Pellegrino Skigebiet
Dolomitenikone Pale di San Martino – Skigebiet San Pellegrino
Tomba-Piste im Vigo-Catinaccio Skigebiet
Trainieren wie einst Alberto Tomba im Vigo-Catinaccio Skigebiet
Belvedere Skigebiet - Sellaronda - Dolomiten
Belvedere Skigebiet - Sellaronda - Skiguide Martino sagt wo es lang geht!
San Pellegrino Skigebiet - Dolomiten - Italien
Jenseits des Passo San Pellegrino, die VolatA Weltcup-Piste - über den Wolken, die Palagruppe
Rifugio Salei - Sellajoch - Dolomiten - Italien
Salei Hütte am Sellajoch vor der Langkofelgruppe
Skigebiet Catinaccio - Rosengarten - Dolomiten - Italien
Catinaccio Skigebiet - Blick ins sagenhafte Vajolettal
Rifugio Campedie - Catinaccio Skigebiet - Val di Fassa - Dolomiten
Rifugio Campedie des Trentiner Alpenvereins im Catinaccio Skigebiet
Col Margherita - San Pellegrino Skigebiet - Dolomiten - Italien
Am Col Margherita im San Pellegrino Skigebiet

 

Das Fassatal ist eines der vier ladinischen Täler, die die gewaltige steinerne Festung der Sella umgeben.  Traditionell sind die beiden Südtiroler Destinationen Gröden (Val Gardena) und Alta Badia die Lieblinge der deutschsprachigen Touristen. Erfahrener Skiurlauber wissen jedoch: Das im Trentino gelegene Fassatal steht den anderen Sella-Anrainern in puncto Skivergnügen in nichts nach, ja, es bietet sogar in einer ebenso beeindruckenden Dolomiten-Szenerie noch abwechslungsreichere Skitage.

 

Zudem ist das Tal lieblicher, nicht so eng und verbaut wie das Grödnertal. Die Orte sind authentischer, die Unterkünfte preislich attraktiver und die Menschen sind von Haus aus mehrsprachig: Neben den Muttersprachen Italienisch und Ladinisch sprechen die Gastgeber auch Deutsch oder Englisch. Im Fassatal funktioniert die Kommunikation ohnehin über das Essen, da spricht der Teller!

 

Das Val di Fassa lockt mit kulinarischen Perlen, die ladinische Tradition neu interpretieren: die Locanda degli Artisti in Canazei, das Rifugio Fuciade am Passo San Pellegrino, an den Bergstationen das Rifugio InAlto am Col Margherita, und die Baita Checco auf dem Ciampedie-Plateau – nur einige Beispiele.

 

Stadt Moena Val di Fassa
Das malerische Moena im Herzen des Val di Fassa

Anfahrt über Sellajoch oder Karerpass – beides reizvoll

Blick vom Sellajoch auf die Langkofelgruppe - Dolomiten, Italien
Am Sellajoch – Blick auf die Langkofelgruppe

 

Die Anfahrt ins Val di Fassa dauert lediglich eine gute halbe Stunde länger als nach Wolkenstein im Grödner Tal und bietet dabei bereits spektakuläre Dolomitenkulissen. Für Skiurlauber, die über den Brenner anreisen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder geht es durchs Grödnertal über das Sellajoch (Winterbedingungen beachten!) oder weiter die Autobahn hinunter bis kurz vor Bozen, und dann über das Eggental den Karerpass hinauf. Am Karerpass kann man das Skigebiet Carezza gleich als Vorspeise mitnehmen und die „Enrosadia“ bewundern, wenn die Abendsonne die Rosengartengruppe in ein glühendes Rosarot taucht. 

 

Landschaftlich noch reizvoller, wenn auch kurvenreicher ist die Fahrt über das Sellajoch. Wenn nicht bereits im Tal, dann könnte man spätestens dort oben die skibegeisterte Ehefrau und die ungeduldigen Kinder die Ski anschnallen lassen und auf die Sellaronda schicken, während man selbst in aller Ruhe das Auto hinunter ins Fassatal steuert. Welchen Pass man nimmt, hängt letztlich auch davon ab, wo im Tal man untergebracht ist.

 

Skigebiet Passo San Pellegrino - Dolomiten - Italien
Skilauf vor majestätischer Palagruppe am Passo San Pellegrino
3S-Bergbahn Campitello di Fassa - Col Rodella
Spektakuläre 3S-Bergbahn Campitello - Col Rodella
Col Rodella - Sella - Dolomiten - Italien
Am Col Rodella - Blick in den Sellastock
Belvedere Skigebiet - Sellaronda - Dolomiten
Weites Pistengelände im sonnigen Belvedere Skigebiet

Fahrplan für eine unvergessliche Skiwoche

Zwar gibt es einen günstigeren Skipass für das Val di Fassa, doch aktive Skiläufer greifen zum umfassenden Dolomiti-Superski-Pass. Für ein paar Euro mehr liegt einem das gesamte Skiuniversum zu Füßen. Man muss sich keine Gedanken mehr darüber machen, die Pistengrenzen des Fassatals zu überschreiten, sei es am Sellajoch hinüber nach Gröden oder am Pordoijoch hinunter ins benachbarte Arabba. Allein die nordseitigen schwarzen Pisten der Porta Vescovo rechtfertigen den Aufpreis. Zudem ist dann auch der Skipass für San Pellegrino und Alpe Lusia enthalten.

Pistenpolizei Italien
Pistenpolizei sorgt für Ordnung
Maestro di Sci Dolomiti
Maestro di Sci

Sellaronda - Dolomiten - Italien
Die Sella im Blick auf der Abfahrt nach Pian Frataces

Skirunden gehören in vielen Dolomiten-Skigebieten ja zum guten Ton. Neben der Sellaronda, der Mutter aller Skikarusselle, vermarktet man im Fassatal eine Reihe weiterer Skirunden, für die man aber irgendwann einen Skibus benötigt. Die Italiener lieben ihren „giro“, sei es der vorabendliche Gang durchs Städtchen oder die Runde im Skigebiet. Da gibt es die Panorama-, die Rosengarten-, die Sass Becé- oder die große Gebirgsjägertour. Vor lauter Umrunden sollte man das Skifahren nicht vergessen! Ich fahre jedenfalls lieber zehnmal die Tomba-Piste, als einer vorgegebenen Route zu folgen.

 

Sellaronda - Dolomiten - Italien
"Verkehrsschilder" am Col Rodella - Sellaronda und andere Skirunden

Unser Vorschlag für sieben abwechslungsreiche Skitage – Reihenfolge nach Wetter, Lust und Laune:

Tag 1. Belvedere – Col Rodella – Pordoi: Das sonnenexponierte Hausskigebiet des Fassatals ist zugleich ein Herzstück der Sellaronda. Drei Seilbahnen führen hinauf. Die 2025 eröffnete, spektakuläre 3S-Seilbahn von Campitello auf den Col Rodella ist dabei die erste Wahl – ein moderner High-End-Zubringer, der den Verkehrsfluss im Skigebiet spürbar entzerrt. Der Blick durch die Panoramafenster über das Val di Fassa und die umliegende Bergwelt ist atemberaubend. Über 60 Millionen Euro hat man in diese Anlage investiert. Die Drei-Seil-Technik sorgt für hohe Windstabilität und verdoppelt mit bis zu 2.800 Personen pro Stunde die Kapazität gegenüber der alten Bahn. Wartezeiten gehören somit der Vergangenheit an. Einziger Wermutstropfen: Eine direkte Abfahrt vom Col Rodella nach Campitello gibt es weiterhin nicht – verständlich angesichts des steilen Geländes und der Lage im UNESCO-Naturschutzgebiet. Die neue 3S-Bahn ist ein reiner High-End-Zubringer, kein Pistenprojekt. Strategie der Betreiber: Fokus auf Seilbahnen statt zusätzlicher Pisten, Kapazitätserhöhung, Komfort, bessere Besucherlenkung. Dann eben eine zweite Panoramafahrt am Ende des Skitags, wenn die Beine eh müde sind.

Sella Ronda - Dolomiten - Italien
Blick vom Col Rodella hinüber ins Belvedere Skigebiet
Val di Fassa - 3S-Gondel Campitello - Col Rodella
Spektakuläre Aussicht auf das Fassatal von der Gondel der 3S-Bahn Campitello - Col Rodella

 

Tag 2. Sellaronda: Der Sellastock mit seinen vier Pässen ist wie geschaffen für die berühmteste aller Skirunden. Pflichtprogramm! Flotte Skifahrer bauen diverse Abstecher ein: die Abfahrtsklassiker Saslong und Seceda in Gröden, das hübsche Edelweißtal ab Colfosco, den Weltcup-Riesenslalomhang Gran Risa jenseits von Corvara oder die Marmolada, den höchsten Berg der Dolomiten. Zu viele Möglichkeiten, um alles in einen Skitag zu packen – es sei denn, man ist wie Dominik Paris unterwegs – aber selbst den Südtiroler Skirennläufer würden mögliche Wartezeiten an den Liftanlagen aufhalten. 

Sellajoch - Sellaronda - Dolomiten - Italien
Am Sellajoch
Skigebiet am Langkofel - Sellajoch - Dolomiten - Italien
Gemütlich Gleiten vor dem Langkofel
Rifugio Salei am Sassolungo - Dolomiten - Italien
Rifugio Salei vor der Langkofelgruppe

 

Tag 3. San Pellegrino/Alpe Lusia: Das Skigebiet San Pellegrino ist uns ganz besonders ans Herz gewachsen. Von dort oben fällt der Blick ungehindert auf das spitzzackige, steinerne Flammenmeer der Pale di San Martino. Die Palagruppe gehört für uns neben den Drei Zinnen und den Geislerspitzen auf einen Podestplatz der filigranen Dolomitenschönheiten. Nur eine Viertelstunde von Moena entfernt, bringt das hoch gelegene Skigebiet alles mit für einen kompletten Skitag: Sonnige, sanfte Südhänge, rassige Nordabfahrten und wenn der Schnee dann mal ganz besonders üppig gefallen ist, Tiefschneeabfahrten vom Col Margherita. Auch Weltcup-Strecken gibt es: Was die "Saslong" für die Herren, ist hier die "La VolatA" für die Damen des Skiweltcup-Zirkus: eine rasante Abfahrtsstrecke vom Col Margherita, die es in sich hat. Wer noch Kraft und Zeit hat, stoppt auf der Rückfahrt bei 4 km vor Moena bei Ronchi und nimmt das Skigebiet Alpe Lusia noch mit.

Skigebiet San Pellegrino vor Palagruppe - Dolomiten
Bergführer Cesare fährt vor im San Pellegrino Skigebiet
Skigebiet Passo San Pellegrino - Dolomiten - Italien
Blick auf die VolatA Weltcup-Piste von Om Picol
InAlto Bergrestaurant
Gediegen Essen vor imposanter Kulisse im InAlto Bergrestaurant auf dem Col Margherita - San Pellegrino

An der Bergstation Col Margherita liegt das moderne Rifugio InAlto – eine Gourmet-Adresse hoch über dem Skigebiet San Pellegrino. Seit 2023 lenkt der mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Alfio Ghezzi (Restaurant Senso Lake Garda) die kreative Bergküche: Rosmarin-Tagliatelle mit feinem Wildragout, Kaninchen nach Trentino-Art mit Polenta, Lammhaxe mit süß-sauren Zwiebeln oder der InAlto Cheeseburger mit Carne Salada locken von der Karte. Und das alles mit faszinierendem Blick auf die Palagruppe und die weitere Dolomitenpracht. Süßer Tipp: das Tiramisu in einer cremigen Espresso Sauce – ein echtes Highlight.

 

Tag 4. Marmolada: Für einen Ausflug auf das 3.343 m hohe Dach der Dolomiten braucht es einen Schönwettertag – die Aussicht von dort oben ist schlicht umwerfend. Der Ausritt ins benachbarte Arraba ist definitiv ein tagesfüllendes Programm, insbesondere, wenn man die herrlichen Nordhänge der Porta Vescovo nicht versäumt. Als Krönung gilt es, von der Marmolada die neun Kilometer lange Piste "La Bellunese" über gut 1.800 Höhenmeter bis Malga Ciapela hinunterzusausen, um dann noch einmal die Pendelgondeln zum Marmolada-Gipfel zu nehmen.

Tipp: Um Wartezeiten an der Talstation Malga Ciapela zu vermeiden, die ruhigere Mittagsessenzeit nutzen.

Marmolada - Ausblick auf Langkofel und Alpenhauptkamm
Grandioser Blick von der Marmolada auf Langkofel und den Alpenhauptkamm im Hintergrund
Marmolada Abfahrt La Bellunese - Dolomiten
Abfahrt von der Marmolada auf der 12km langen "La Bellunese"

Tag 5. Vigo-Catinaccio: Während das Carezza Skigebiet westlich zu Füßen des Rosengartens liegt, erschließt das Familienskigebiet Vigo-Catinaccio die östliche Seite der berühmten Dolomitengruppe – natürlich ebenfalls Unesco-Weltnaturerbe. Hier ist man am liebsten mit der ganzen Familie: Die Kleinsten rutschen auf der Ciampedie-Terrasse herum, die Pizza-Pommes-Fraktion tummelt sich im Skikurs auf den sanften blauen Pisten, der Familienvater fühlt sich wie der Zwergenkönig Laurin angesichts des Anblicks der majestätischen Vajolettürme und die Mutter bandelt mit Alberto Tomba an – oder zumindest mit der schwarzen Tomba-Piste.

 

"Tomba la Bomba", der italienische Skirennstar der 90er Jahre, fand hier alles, was ein anspruchsvoller Slalom-Trainingshang braucht: knackig steil, hängend, mit Absätzen, flach auslaufend und dazu durch den Wald vor der Sonne geschützt – nicht allzu lang, aber ein perfekter schwarzer Hang. Noch weiter zurück in der Geschichte des Skirennsports bringt uns die rot markierte Thöni-Piste hinab zur Talstation Vigo. Gustav Thöni dominierte den Skizirkus in den 70er Jahren und trainierte später auch Alberto Tomba.

Berauscht vom Rosengarten und am Tomba-Hang abgearbeitet, wechseln wir nachmittags in fünf Minuten auf die gegenüberliegende Talseite ins Skigebiet Buffaure/Ciampac.

Tomba-Piste - Catinaccio Skigebiet - Dolomiten
Für Experten - Die Tomba-Piste im Catinaccio Skigebiet
Vigo-Caticaccio Skigebiet - Dolomiten - Italien
Traumhafte Kulisse des Rosengartens im Vigo-Caticaccio Skigebiet
Ciampedie - Catinaccio Skigebiet
Die Baita Checco trumpft mit hervorragendem Essen auf dem Ciampedie Plateau

Das Ciampedie-Plateau oberhalb von Vigo di Fassa lockt im Winter nicht nur Skifahrer an: Dank der grandiosen Aussicht und der vielen Einkehrmöglichkeiten kommen auch Spaziergänger per Gondel von Vigo hinauf. Die Auswahl reicht von der geschäftigen Selbstbedienungsküche in der Bellavista-Hütte bis zur raffinierten Bergküche in der Baita Checco. Sehr fein: die Hirschfleisch-Ravioli mit Karottenfondant und Kaffeepulver oder das Risotto mit Petersilie und Pilzen. Gourmet am Berg!

Vajolettal im Rosengarten
Vajolettal im Rosengarten
Baita Prà Martin
Baita Prà Martin

 

Tag 6. Buffaure/Ciampac:  Am einen Ende des Skigebiets befindet sich die „Vulcano”, am anderen die Ciampac-Piste. Auf diesen beiden ob ihrer Länge schwarz markierten Pisten kommen wir noch einmal gehörig ins Schwitzen. Auch, weil die warme Witterung für "Palta" gesorgt hat – so nennen die Ladiner sulzigen Schnee. Dazu kommt schlechte Sicht und ja, Tombas Trainingshang noch in den Beinen! Bei klarem Wetter zeigen sich Sella und Langkofel gegenüber – auch in diesem Skigebiet bleiben die Dolomiten-Schönheiten nicht aus. Gäste, die in und um Moena logieren, beginnen den Skitag in Pozza (Meida) und gondeln am Talende in Alba zum Belvedere hinauf. Von dort kann man sich auf die Sellaronda begeben oder, wer den Drehwurm hat, an Ort und Stelle auf den sonnigen Hängen des Belvedere verlustieren. 

Ciampac Skigebiet - Val di Fassa - Dolomiten
Schwarze Ciampac Piste durch die Waldschneise (Foto: Val di Fassa Tourism. Mattia Rizzi)

 

Tag 7. Skirouten Val Mezdi oder Val Lasties am Sass Pordoi: Für einen Extratag, die Kür! Eigentlich bietet das Val di Fassa genügend Abwechslung für gleich zwei Wochen Skiurlaub – aber wer kann sich das heutzutage noch leisten!? Wenn noch Zeit bleibt, ist eine Auffahrt zur Sellaterrasse am Sass Pordoi schon allein wegen der Aussicht eine lohnende Unternehmung. Für Freerider sind die beiden dort oben beginnenden Skirouten durch das Val Mezdi (Mittagstal) und das Val Lasties jedoch das Nonplusultra. Abfahrten in den Canyons des Sellamassivs gehören zum Traummaterial jedes Off-Piste-Könners. Sie sollten am Besten von einem Ortskundigen angeführt werden und die Schneelage muss solide sein. Uns hat es zeitlich nicht gereicht, aber ganz oben auf unserer Bucket-List bleiben diese außergewöhnlichen Skirouten allemal! 

Ski mal Pause - Schneeschuhwandern am Sellajoch

Schneeschuwanderung am Langkofel - Sellajoch - Dolomiten - Italien
Schneeschuhwandern beim Langkofel

Ein Tipp: Eine einfache Schneeschuhwanderung führt zur „Steinernen Stadt“ am Sellajoch – ein faszinierendes Felslabyrinth, das vor Jahrhunderten durch einen gewaltigen Felssturz an der Langkofel-Ostwand entstand. Mit der Seilbahn Pradel-Salei geht es hinauf auf 2.230 Meter. Dort beginnt die Tour mit beeindruckendem Panorama, führt am Fuße des 'Dreigestirns' der Langkofelgruppe entlang und lädt schließlich in der Salei Hütte zur gemütlichen Einkehr ein.

 

Fassa Sport bietet in Canazei und Moena geführte Wintersport-Aktivitäten wie Skisafaris, Skitouren, Eisklettern, Tandem-Gleitschirmflüge, Winter- und Schneeschuhwandern an – sowie Equipment-Vermietung. Sie arbeiten mit den erfahrenen Bergführern von "Guide Alpine Val di Fassa" in Canazei zusammen.

Felslabyrinth beim Langkofel - Sellajoch
Felslabyrinth 'Steinerne Stadt' beim Langkofel

Die ideale Bleibe im Val di Fassa

Canazei und seine Ortsteile Alba und Penia sowie Campitello, das über die im Jahr 2025 neu eröffnete 3S-Bahn verfügt, bieten direkten Zugang zur Sellaronda. Aber auch in Pozza kann man über das Skigebiet Buffaure-Ciampac per Ski in die Runde um die Sella einfädeln. Ein Hotel im größten Ort des Tals, Moena, hat den Vorteil der kurzen Anfahrt zu die attraktiven Skigebieten San Pellegrino und Alpe Lusia. Auch das Skigebiet Ciampedie am Rosengarten ist von dort rasch zu erreichen. Letztendlich ist es eine Frage des Preises und der Kürze der Liftanbindung: Sellarondisten lassen sich eher am Talende nieder, gelassenere Skigemüter am Talanfang oder dazwischen. 

Canazei – Ski-Hauptstadt Val di Fassa

Canazei ist ein beliebter Tourismusort. Die „Ski-Hauptstadt des Fassatals“ zeigt sich als lebendiges ladinisches 2.000-Seelen-Dorf mit traditioneller Architektur: bunte Fassaden, spitze Glockentürme und blumengeschmückte Balkone in den Ortsteilen Alba und Penia. Im Zentrum prägen historische Hotels wie das imposante Schloss-Hotel Dolomiti im Habsburger-Stil das Stadtbild; bereits um 1900 zog Canazei wohlhabende Gäste aus ganz Europa an. 

Eine Attraktion ist die Casa del Cucù in der Piazza Marconi, ein bekanntes Gebäude mit einer großen Kuckucksuhr. Die Uhr spielt täglich um 11 Uhr und 17 Uhr mit tanzenden Figuren zu ladinischer Musik. Im Erdgeschoss befindet sich der Spezialitätenladen „Formaggi di Montagna“, in dem auch ein guter Kaffee serviert wird – von unserem Skiguide Martino höchstpersönlich, der das Geschäft mit seiner Familie betreibt. Wir haben uns hier mit richtig gutem Bergkäse und Speck eingedeckt. Martino ist nicht nur ein herzlicher Gastgeber, tagsüber bringt er Gästen das Skilaufen bei. Gesprächsstoff hat er reichlich, etwa aus seiner Zeit als Eishockey-Spieler an der Winterolympiade 1992 in Albertville.

Casa Cucù - Canazei - Val di Fassa - Dolomiten
Das Casa del Cucù - Anlaufstelle in Canazei für Wein und Feinkost
Casa Cucu - Käsespezialitäten in Canazei, Val di Fassa, Dolomiten
Skilehrer Martino bei seinem "Zweitjob"

Ein Kunsthotel für Feinschmecker

Die im Herzen von Canazei gelegene Locanda degli Artisti ist ein einzigartiges Hotel der Familie Rossi – gebaut, um Kunst zu teilen. Es verbindet moderne, alpine Gastfreundschaft, zeitgenössische Kunst und exquisiter Küche. Werke renommierter Künstler aus Sergio Rossis Privatsammlung schmücken das ganze Haus (Galerie TanArt gegenüber). Jede der 20 Junior-Suiten ehrt einen Künstler mit seinen Originalwerken. Dazu gehören Giovanni Segantini, Meister der Alpenmalerei, Virgilio Guidi (mit MoMA-Werken), Südtiroler Bildhauer Adolf Vallazza (Guggenheim-Ausstellung), der Futurist Fortunato Depero, Schöpfer der ikonischen Campari-Soda-Flasche 1932 und Pop-Art-Visionär Mario Schifano, dem die Rolling Stones einen Song widmeten. Die zentrale Lage der Locanda ist ideal, um schnell in die Sellaronda einzusteigen. Hotel s. auch auf Booking.com.

Das Hotelrestaurant 'Alla Locanda' bietet raffinierte Gerichte und Abendmenüs aus regionalen Spitzenprodukten. Es verbindet die traditionelle Trentiner Küche mit einem internationalen, kreativen Twist. Küchenchef ist kein Geringerer als der Sohn des Hauses. Aus dem exzellenten Weinsortiment aus dem Trentino und Südtirol haben wir einige neue Entdeckungen gemacht. Die Ausstattung ist edel, mit Luxus-Design-Möbeln von Poltrona Frau Interiors. 

Bergjuwel Rifugio Fuciade

Mit dem beliebten und legendären Rifugio Fuciade hat die Familie Rossi Maßstäbe gesetzt. Es ist eine bekannte Gourmet-Adresse auf einer sonnigen Hochebene am Passo San Pellegrino. 

Das Rifugio Fuciade ist in knapp einer Stunde zu Fuß oder im Winter mit dem Schneemobil erreichbar. Aus einem alten Stall entstand in den 1960er-Jahren dieses urgemütliche Bergrefugium mit Holzstuben und Panoramablick auf die Bergwelt. Gäste kommen für die authentische, kreative ladinische Küche (Guide Michelin Empfehlung). Dazu besitzt es einen eindrucksvollen, in den Fels gehauenen Weinkeller und sogar eine eigene Patisserie! Nicht verpassen sollte man die musealen Keller-Räume: alte schmucke Stuben, die Akkordeon-Sammlung, den Weinkeller und die Speckkammer. Auch im Rifugio sind interessante Werke aus der Rossi-Kunstsammlung zu sehen. Wer hier in einem der wenigen Zimmer übernachten möchte, muss sehr lange im Voraus reservieren!

Aus unserem Menü: Cremige Graupen mit Tomatenwasser, Kräuterpesto, das pochierte, frittierte Ei mit Kartoffelcreme, Moena-Käse und Speck, die Polenta mit Salsiccia, Pilzen und Käsefondue, traditionellen Knödel mit Kraut und Salbeibutter, und das umschwärmte Schweinerippchen. Vom Brot übers Gebäck bis zu den Desserts, alles wird hier selbst gemacht. Am liebsten würde man die Karte einmal komplett durchprobieren. 

Moena " Fee der Dolomiten“

Moena ist das größte Dorf im Fassatal mit rauschendem Fluss, traditionellen Häusern und belebten Plätzen voller ladinischer Gastfreundschaft. Es liegt malerisch am Zusammenfluss von Avisio und Rio San Pellegrino. Die „Fee der Dolomiten“ wird Moena auch genannt – wegen des Zaubers der 'Enrosadira', dem magischen Rosa-Leuchten der umliegenden Gipfel Latemar, Rosengarten und Marmolada bei Morgengrauen und Abenddämmerung.

 

Rund um die charmante Piazza Ramon pulsiert lebendige, ladinisch-italienische Kultur. Regionale Spezialitäten und das exklusive Livio Sport Haus mit den coolsten, neuesten Trends locken zum Einkaufsbummel. Still und dörflich wird es, sobald man abseits in die Gassen hinaufgeht.

Weltkriegsdenkmal in Moena, Val di Fassa, Dolomiten

"Fatti in Casa" – ein traditionelles Hotel mit erstaunlicher Küche!

Das La Serenella in Moena ist rundum empfehlenswert. Hervorheben möchte ich aber das Restaurant und die herzliche Gastfreundschaft von Donatella und ihrem Team.

 

Die Küche ist ein besonderes Highlight. Die "Chefköche aus der Familie", Matthias und Jan, sorgen mit einer modernen Note für traditionelle Trentino- und Val-di-Fassa-Gerichte, die einem 5-Sterne-Hotel würdig sind. Wir hatten ein wunderbares Abendessen in einem authentisch italienischen Ambiente mit professionellem Service. Das Frühstück ist ebenso hervorragend: Marmeladen, Brot und sogar die Croissants sind hausgemacht. Ein saftiges Omelett wurde uns frisch vom Küchenchef serviert. Das Restaurant ist auch für Gäste von außerhalb geöffnet!

  • Das Hotel La Serenella bietet einfache Economy-Zimmer bis hin zu größeren Suiten – alle mit Balkon, inklusive kostenlosem Parkplatz! Ideale Lage im ruhigen oberen Ortsteil von Moena, nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt, mit Skibushaltestelle direkt vor der Tür. Tolle Preis-Leistung. Gebucht über Booking.com.

Jedes Jahr im März findet das "Dolomiti Ski Jazzstatt. Vom Tal bis hoch hinauf zu den Sonnenterrassen der Berghütten wird dann aufgespielt – während in Moena beim Vintage Ski Revival in Neon-Outfits zu Pop-Hits das bunte Saisonfinale gefeiert wird!

  • Offizielle Webseite Tourismus Val di Fassa Trentino: fassa.com   

 

Von Jürgen Mahler 

 

Wenn der Bericht gefallen hat, freue ich mich über einen Eintrag im Gästebuch.

Hinweis: Der Bericht entstand im Rahmen einer Pressereise organisiert durch den Tourismusverband Val di Fassa.

></body></html>