Nationalparks USA mit dem Wohnmobil

Die Vorbereitung / Gut zu wissen

USA Nationalpark mit Wohnmobil Routenplan

 

Was länge währt wird endlich gut...

 

Die Reiseplanung hatte ich mir einfacher vorgestellt. Ich habe die Qual der Wahl und definitiv zu wenig Zeit. Für uns stand die erste Reise im richtigen „Motorhome“ an. Die Routenplanung wurde zu einer Herausforderung. Besser man hört gleich auf den Experten-Gral der Reiseforen, die mir gleich viel längere Fahrzeiten prophezeiten. X-mal wird die Route wieder geändert, wobei auch Mutter Natur ihre Hand mit im Spiel hatte (Jahreszeit, Straßensperrung). 

 

Unser Reisemonat April – 16 Tage – 2500 Meilen im Wohnmobil von Los Angeles bis Las Vegas.

Weiterreise im PKW Las Vegas – San Francisco – Los Angeles, Gesamtrundreise 30 Tage 

 

Road Bear  Bewertung Route USA Nationalpark mit Wohnmobil
Ein Campingplatz schöner als der andere... im Valley of Fire

USA Südwesten – Reisezeit / Klima / Witterung

USA schönste Nationalparks besuchen
Schneeschauer Ende April im Bryce Canyon
  • Hauptreisezeit der USA ist von Memorial Day bis Labor Day (letzter Montag Mai bis erster Montag September).
  • Spring Break, die Schul- und Uni-Ferien sind zwischen März und April. In der  Woche vor und nach Ostern ist am meisten los und die beliebten Parks sind ausgebucht. Mit flexiblem Campingplatz suchen läuft in der Zeit nichts, wir waren froh alle Campsites vor reserviert zu haben. Selbst weit vor dem Grand Canyon war jegliche Art von Unterkunft FULL.
  • Ein wichtiger Aspekt die Höhenlage.
  • Wichtige Passstrassen sind meist von Mitte Oktober bis Mai gesperrt und zwingen zur Routenanpassung. Die wohl wichtigste Verbindung ist der Tiagopass, das Osttor des Yosemite NP über die Sierra Nevada. Wir hatten Glück mit seiner unerwartet frühen Öffnung am 1. Mai (kann auch schon mal Juni werden) und konnten die Route spontan ändern. Auch der etwas nördlichere Sonora Pass (3.000m) am Hwy 108 ist betroffen.
  • Der Grand Canyon liegt auf durchschnittlich 2100m, von November bis März gibt es nächtliche Minusgrade. Beispiel April-Temperaturen Tag/Nacht: Grand Canyon 15°/0°, Las Vegas 28°/14°, Bryce Canyon bis 2700m 13°/-2°, Death Valley 35°/19°. 

 

 USA WETTER LINKS

  • USA und Nationalpark Klima mit allen erdenklichen Angaben:  ºC-Temperatur,  Sonnenauf- und Sonnenuntergang, Wolken, Regen, Schnee, Feuchtigkeit. Ort eingeben und Averages (Durchschnitt) anklicken.

Ende April überrascht uns ein Schneeschauer am Bryce Canyon, 20 Minuten später war die weiße Pracht verschwunden.

Nationalparks USA  Routenplanung & Guideline

1. Teil der Reise im Wohnmobil Los Angeles-Las Vegas WOHNMOBIL ROUTE AUF GOOGLE MAP

 

2. Teil der Reise im Mietwagen

Las Vegas-San Francisco-Highway No1-Los Angeles 

ROUTE AUF GOOGLE MAP

Excel Liste für eigene Änderungen zu bearbeiten
REISEPLAN USA SÜDWESTEN.xlsx
Microsoft Excel Tabelle 55.3 KB
REISEPLAN USA SÜDWESTEN.pdf
Adobe Acrobat Dokument 77.7 KB

Weniger ist mehr — damit es nicht nur beim "Schauen und Weiterfahren" bleibt

Beste Wohnmobil Vermieter USA Road Bear Joshua Tree National Park
Zeit zum Lesen während der Mittagshitze im Joshua Tree Nationalpark

 

  • Wichtigste Eckpunkte und Reiseziele zu einer groben Route verbinden (häufigste Flughäfen Los Angeles, San Francisco oder Las Vegas). Am besten in Google Map eingeben und für spätere Änderungen abspeichern (über Link Kettensymbol, kurze URL wählen und kopieren, diesen Internet Link für Routenänderungen wieder aktivieren), wie unsere Route oben.
  • Anzahl und Länge der Fahrtage prüfen. Täglich lange im Camper sitzen ist kein Urlaub. Bis man seine Campsite erreicht hat, bleibt wenig Zeit um den Park zu entdecken oder eine Wanderung zu unternehmen. Den favorisierten Parks daher mehr Zeit widmen, 2 oder 3 Tage, in anderen Parks reicht auch mal eine Übernachtung für Scenic Drives, Viewpoint Hopping oder kurze Trails.
  • Pro Fahrtag 100-150 Meilen ist als Richtwert für Wohnmobile optimal (für 150 Meilen braucht man zwischen 4-5 Stunden). Zwischendurch geht auch mal eine Gewaltstrecke von 200-300 Meilen, idealerweise mit Interstate Strecken (max. 70mph).
  • 30-40mph! Meilen kommt man pro Stunde im Durchschnitt im Wohnmobil voran (Tanken, Stopps, Verfahren eingerechnet), schneller auf der Schnellstrasse (Interstate).
  • 20%-25% an Meilen aufschlagen! auf die angegebenen Google-Map Distanzen (für Anfahrten Campground, Park Ausflüge, Abstecher, Umwege, Suche, Einkaufen, Tanken). Puffer einrechnen bei den zu kaufenden Meilen-Paketen bei der Wohnmobil-Anmietung (Pakete zu 500 Meilen). Obwohl ich die Fahrten innerhalb der Parks und Abstecher mit eingerechnet hatte, sind wir am Ende etwa 20% mehr Meilen gefahren als berechnet. Das extra 500 Meilen Paket war gerade richtig.
  • Zeit-Weg-Rechner: Wie lange man für eine Strecke braucht – Geschwindigkeit und Meilen eingeben im TIME CALCULATOR.
  • Tageslicht Rechner: Aufenthaltsdauer pro Reiseziel, Park überlegen zur Feinabstimmung der Route und zur Entscheidung: fährt man das nächste Ziel noch an oder erst am nächsten Morgen?

 

ADAC/AAA Discount Card
ADAC/AAA Discount Card

ADAC Mitglieder können Gratis-Material, Toursets bestellen und die Vergünstigungen des amerikanischen AAA Automobil Clubs nutzen, wie freies Kartenmaterial, Tourbooks bis zu Discounts in vielen Hotels. Dazu zur Vorlage mit der ADAC Karte die AAA Discount Card auf der ADAC Website ausdrucken s.  ADAC Mitglieder-Vorteile in den USA.

 

AAA Tourbooks (Hotels, Restaurants, Campgrounds, Sehenswürdigkeiten, Events) gibt es vor Ort aber auch online fürs I-Pad oder Smartphone.

Das Know-How der USA & Wohnmobil Reiseforen nutzen

Forumsmitglieder mit viel Erfahrung kennen die Nationalparks wie ihre Westentasche, schauen sich jede Routenplanung gerne an, geben Insider-Tipps und helfen bei der Optimierung der Strecke. Gesammelte Routenplanungen sind im Forum nachzulesen. 

 

  • Alle Fragen und Tipps rund um die Routenplanung findet man im sehr aktiven Forum von Womo-Abenteuer – für mich absolut das beste Forum.

 

Tipp Reiseführer / Karten USA Südwesten & Nationalparks

MEIN TIPP. Reise Know-How USA SÜDWESTEN ist mit Abstand das beste und ausführlichste Werk für alle, die individuell in den Westen von USA reisen wollen. Ob mit Mietwagen oder Camper, jede Variante wird eingehend berücksichtigt.  Gute Tipps für Wanderungen oder lohnenswerte Abstecher.

Das Heft USA NATIONALPARKS GEO SPECIAL ist bildgewaltig und macht richtig Lust mit gut recherchieren und interessanten Reportagen.

Wer auch gut mit Englisch zurecht kommt, kauft Reiseführer für z.B. San Francisco oder L.A. günstiger in den USA, wo die Auswahl entsprechend groß ist.

 


USA SET SOUTHWESTERN 5 Autokarten (Amazon)

Das Straßenkarten-Set deckt den Südwesten mit allen Städten und Nationalparks ab. Hilfreich bei der Routenplanung und den Etappenzielen, und wenn das Navi in der Pampa mal ausfällt.

 

BACKROADS. Viele Bücher über die interessanten Backroads in den USA gibt vor Ort oder siehe Auswahl auf Amazon

 

 

Online Karten, Maps aller USA Nationalparks


Wohnmobil mieten in USA / Recreational Vehicle (RV)

  • Welche Größe von Campervan bis Campingbus? Am beliebtesten bei Paaren ist die Compact RV Class C (19-22 Fuß, ca. 7m). Zu überlegen ist, je größer umso schwieriger zu Manövrieren und höhere Spritkosten (Class C ca. 25l/100km), Verbrauch Wohnmobile. Manch schöne Plätze nehmen große RVs nicht auf.
  • Innenfotos der Ausstattung vorher genau anschauen bzw. nachfragen auch wegen der Esstisch-Situation. Beim kleinsten Modell (19-22 Fuß) sitzen vielleicht nur 2 Personen beim Essen zusammen. Bei mehreren Reisenden bietet das nächst größere Modell (23-26 Fuß) für mehrere Platz an einem Tisch.
  • Wer Wert auf ein neueres Modell legt, geht bei Road Bear (Schweizer Firma) auf Nummer sicher, deren Flotte nicht älter als zwei Jahre ist – und bei Apollo maximal 3 Jahre.

 

Wohnmobile vergleichen & buchen

 

Am komfortabelsten ist ein Inklusiv-Paket mit allen Versicherungen die in deutschen Angeboten schon abgedeckt sind. Eine Buchung über USA deckt nur das amerikanische Minimum ab, alles darüber hinaus kann extra dazu gebucht werden. Spezialisten und kompetente Partner in Deutschland mit allen wichtigen Vermietern im Angebot sind:

  • Camper Börse
  • Trans-Amerika-Reisen 
  • beide mit Frühbucher-Angeboten und Specials, wie Wohnmobil-Überführung oder Einwegfahrt für bestimmte Strecken/Termine. Achtung! das lohnt sich nur, wenn auch Zeit für den Urlaub bleibt, sonst ist es nur eine günstige Überführung für den Vermieter. 
2 Wochen USA West Wohnmobil Routenplan
Road Bear vermietet Modelle, nicht älter als 2 Jahre

Hilfreiche Links

  • INTERNET Abdeckung USA. Größte Netz-Abdeckung haben Verizon und T-mobile (Vergleichsbericht). Entlang der Hauptstrassen gut, in Nationalparks teilweise.

Empfehlung bester Wohnmobil Vermieter USA Road Bear Erfahrung

Campgrounds / Campsites USA (Campingplätze / Stellplätze)

schönsten Campgrounds USA Nationalparks Südwesten
Viel Platz beim Camping. Campground Indian Cove, Joshua Tree Nationalpark

 

NATIONALPARK-PASS Interagency Annual Pass (80$ ab Kaufdatum für 12 Monate) macht sich beim Besuch mehrerer Parks bezahlbar, ist nicht gültig in den State Parks und Indian Country wie Monument Valley. Parkeintritt gilt pro Fahrzeug. Einfach beim ersten Parkbesuch kaufen. Parkeintritt sonst zwischen 10$-25$. Die Campsite kostet immer extra zwischen 10$-30$.

 

CAMPSITE RESERVIERUNG:

Die meisten Campingplätze kann man vorab online reservieren (nicht möglich über Reiseveranstalter oder Reisebüro) und sogar den genauen Stellplatz aussuchen. 

Nationalpark-Reservierungen sind meist erst 5-6 Monate vorher möglich (genaue Termine auf den Webseiten), bei sehr beliebten raren Plätzen schlagen viele gleich an ihrem erstmöglichen Buchungs-Stichtag zu. 

Der Betrag wird gleich abgebucht, Stornierung möglich aber Gebühr pro Buchung wird einbehalten. Sollte jemand mehrere Nächte auf einem Platz buchen und den ersten Tag verfallen lassen, muss er am 2. Tag bis 12 Uhr den Platz eingenommen haben, sonst verfällt die komplette Reservierung!

Es gibt aber auch Campgrounds (u.a. in Nevada) nach dem Prinzip „first come-first-served“ ohne Reservierungsmöglichkeit, dann gilt es bei begehrten Plätzen früh zu erscheinen. Beim Schild FULL lohnt es sich aber nachzufragen, es ist nicht immer ganz aktuell, manchmal gibt es doch noch einen Platz. 

Für April waren die Campgrounds im Grand Canyon oder Arches NP 5 Monate vorher schon gut gebucht und die besten Plätze vergeben, besonders an Wochenenden. 

 

 

USA Nationalpark mit Wohnmobil Road Bear Vermieter Bewertung
Campground Devils Garden, Arches Nationalpark

 

CAMPSITE / STELLPLATZ 

  • Landschaftlich am schönsten gelegene Plätze haben oft weniger Service aber immer eine Grillstelle und Sitzgelegenheit.
  • Ein Full-hook-up-Platz hat Strom, Wasser und teils eigene Dump-Station (für Frisch- und Abwasser, ist aber nicht notwendig). Zentrale Dump-Stations sind auf den meisten Campgrounds (morgens evtl. Wartezeit) und auch an einigen Tankstellen. Sonst kann man unterwegs in vielen RV-Parks auch die Dump-Station gegen Bezahlung nutzen. Stellplätze mit Wasser- und Stromanschluss sind ideal. Wer auch mal Dusche/WC auf Campgrounds nutzt, spart Wasser und kann das Dumpen hinauszögern. Es war weniger kompliziert als wir dachten und war relativ schnell erledigt, bei uns etwa alle 3 Tage. Dumpen Anleitung
  • Insider Tipp: Die außen liegenden Stellplätze in den Loops (Fahrschleifen) der Campgrounds wählen, damit die Campertür (rechts) sich nicht zur Straßenseite öffnet, pull through Plätze sind zum Durchfahren.
  • Fotos aller Stellplätzen/ Campsites zeigt die Website Campsitephotos von den wichtigsten Parks.
  • Best Camping Apps
  • Camping Glossar – alle Begriffe um das Thema Wohnmobil und Camping.

Road Bear – Das Wohnmobil unserer USA Reise

Wohnmobil & Camper USA Westen mieten beste Bewertung
Große Weite & Freiheit – so macht Camper-Urlaub richtig Freude

 

Unsere Wahl fiel auf ein für amerikanische Verhältnisse kleineres Wohnmobil, ein RV Class C für 4 Personen ausgerichtet (zwischen 6-7m lang) von Road Bear (Schweizer Unternehmen), die nach meiner Recherche die besten Bewertungen haben und vor allem die neueste Flotte. Das Konzept: kein Modell ist älter als 2 Jahre, danach werden sie an Händler im amerikanischen Markt verkauft. Road Bear hat sich auf deutschsprachige Reisende eingestellt (deutsche Webseite und Kunden-Service), auch die Einführung ist auf Deutsch, was vorteilhaft ist für  Wohnmobil-Neulinge ohne Vorkenntnisse.

 

Der Zustand des Wohnmobils war tipptopp, alles lief und funktionierte einwandfrei. Auch das Dumpen ging problemlos und mit seiner Größe war es gut manövrierbar. Internetzugang (Wifi) haben wir optional gebucht, ebenso das Navi, das eine Erleichterung war – man verfährt sich weniger, vor allem in den Städten, wie Los Angeles und Las Vegas.

Unser Road Bear Modell Class C (22 Fuß / 6-7 Meter)

Road Bear Erfahrung Wohnmobil USA
Im Road Bear "Bett mit Aussicht" - hier im Joshua Tree NP

Wir empfanden die Ausstattung sehr komfortabel für einen Campingurlaub und würden auf der Nationalpark-Route jeder Zeit ein Wohnmobil den Hotelunterkünften vorziehen.

 

Für 2 Personen braucht man wirklich kein größeres Gefährt.

 

Zur Ausstattung: Jede Menge Stauraum und Schränke, Gasherd, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Toaster, großer Kühlschrank, darüber separater großer Gefrierschrank. Die Küchenausstattung war ausreichend, nur Weingläser muss man sich besorgen und einen Grillrost. Die Sitzecke mit Tisch war für uns 2 Personen großzügig.

 

Es gibt verschiedene Varianten, vor dem Buchen die Innenfotos der Ausstattung genau anschauen. Der Schlafplatz über der Fahrerkabine bot sich an zur Lagerung unseres Gepäcks. Den riesigen Stauraum mit Zugang von außen brauchten wir nicht, dort befinden sich: Feger, Besen, Eimer, Campingtisch, die extra bestellten Stühle – und eine eingelassene Wanne zum Getränkekühlen, das geschmolzene Kühleis wird einfach abgelassen. 

Der Road Bear hat viele große Fenster, vor allem gefiel uns der Panoramablick vom Bett, das gut und breit war für Zwei (145 cm x 244 cm). Toll, die Leselampen über dem Bett! Bei Nachtfrost benutzten wir beide großen, wirklich guten Decken. Die Gas-Heizung läuft nur bei Stromanschluss, den wir an den schönsten Plätzen oft nicht hatten.

Das Bad (schön hell) ist ein sogenanntes Dry Bath mit dem großen Vorteil, man duscht ohne das Bad unter Wasser zu setzen. Die Innenausstattung ist in gedeckten Farben, aber nicht mehr so dunkel wie früher nach dem amerikanischen Geschmack. Die Markise hatten wir nur einmal im Einsatz, da die Sonne noch angenehm war. Generator und Klimaanlage blieben bei uns ungenutzt. Die Fahrzeuge haben alle auch DVD/TV. 

Road Bear Convenience Kit – Liste

 

HILFREICHE TIPPS:

Diashow zum Road Bear Class C 22 Fuß Ausstattung

 

Text: Edel Seebauer / Fotos Jürgen Mahler 

 Kooperationspartner: Road Bear RV Motorhomes

Wenn Euch der Bericht gefallen hat, freue ich mich über einen Eintrag in mein Gästebuch.