USA Nordwesten Teil 7 | Yellowstone Nationalpark

Yellowstone – Supervulkan und Tuschkasten der Natur

Wo wir in geothermischen Quellen faszinierende Extreme unseres Planeten in Echtzeit beobachten, wurde in den Anfängen des Nationalparks gerne mal die Wäsche gewaschen. Im Yellowstone befindet man sich auf einem Supervulkan. Aber kein Grund zur Sorge, es ist unwahrscheinlich, dass er in absehbarer Zeit ausbricht. Zu wissen, über welches besondere Stück Erde man sich im Yellowstone bewegt, wird die Eindrücke noch vertiefen.

Das Beste aus einem Yellowstone Besuch herausholen

 

Wer in den Yellowstone reisen will, fragt sich bereits Zuhause: Was sind die wichtigsten Highlights, welche Route wähle ich, wo die Nächte verbringen, und wie viel Zeit brauchen ich, um den Park zu besuchen?

Ich hatte mehrere Reiseführer studiert, das Internet durchforstet und am Ende eine Überfülle an Informationen und Anregungen, die mussten erst durchsiebt werden.

 

Ich habe für uns das Beste herausgeholt, Raum gelassen für Begegnungen und stille Momente. 

Den Yellowstone macht viel mehr aus, als nur die berühmten Attraktionen. Nicht missen wollten wir jene besonderen, unaufgeregten Momente. Ein glühender Sonnenaufgang, vom Morgenreif bedeckte Bisons, die Fliegenfischer im Yellowstone River, das Frühstück an der verschleierten Flusslandschaft, die tiefe Stille der Natur. 

Vier volle Tage im Yellowstone Nationalpark sind gerade genug, um alle wichtigen Highlights ohne Eile zu besuchen mit Zeit für Tierbeobachtungen und zwei der schönsten Wanderungen. 

 

Unser 4 Tage Yellowstone Programm – Reisevorschlag & Inspiration

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Die große Runde – Yellowstone Grand Loop

 

Die Fahrstrecken in Yellowstone darf man nicht unterschätzen, der Park ist groß, viermal so groß wie das Saarland. Der ganze zu einer 8 verschlungene Rundkurs umfaßt 230 km (142 Meilen). Die nördliche Upper Loop und die südliche Lower Loop Runde sind jede ein Stück zu lang, um sie an einem Tag wirklich zu erkunden ohne dabei durchzurauschen.

 

Das Allerwichtigste schafft man auch in 3 Tagen, dann bleibt aber kaum Zeit, geduldig auf Geysire oder Wildtiere zu warten oder sich auf eine der schönsten Wanderwege zu begeben.

 

Übernachtungen im Park können die Reisezeit verkürzen. Die Grand Loop läuft praktisch an den Highlights entlang und ist zum größten Teil bis Anfang Oktober offen. Fünf Eingänge führen von allen Himmelsrichtungen in den Yellowstone Park.

 


Allgemeine Informationen für den Yellowstone Besuch am Ende des Berichts.

 

Nachdem wir einen besonderen Sonnenaufgang und Morgen im Grand Teton Nationalpark erlebt haben, geht es direkt in den südlichen Yellowstone Park hinein, wo wir mit dem West Thumb Geyser Basin beginnen. Den Yellowstone Nationalpark werden wir von zwei Basisstationen aus erkunden mit je zwei reservierten Nächten im Madison und Canyon Campground. Danach verlassen wir den Park über das Nordost Gate Richtung Cody. 

TAG 1. Yellowstone Programm (Anfahrt über South Gate)

  • 11 Uhr am West Thumb Geyser Basin zum Ranger Walk (1 Stunde)
  • Old Faithful. Geysir Eruption alle 90min / Hotel Old Faithful Inn / Visitor Center Infos (2-3 Stunden) 
  • Grand Prismatic Spring von oben und von unten (mindestens 2 Stunden) 
  • Firehole Lake Drive  – evtl. Great Fountain Geyser Eruption (30-60min)
  • OPTIONAL. Firehole Canyon Drive mit Wasserfall & River Swimming Hole (nicht warm!) Google Map. Oneway von Norden befahrbar. RVs verboten, man könnte an der Hauptstrasse parken und reinlaufen.
  • Check-In Madison Campground (2 Nächte)

West Thumb Geyser Basin

Eine Yellowstone Erfahrung an einem noch beschaulichen Ort. Das interessante West Thumb Geysir Basin ist ein geologisches Highlight und wird vergleichsweise wenig besucht. Abgeschieden in herrlicher Lage am Yellowstone Lake entgeht es vielen Besuchern, die es direkt ins rege Treiben am Upper Geyser Basin zieht. Im dynamischen Geysir-Becken von West Thumb erkundet man glitzernden Geysire, rülpsenden Schlammtöpfen und zwei außergewöhnlich tiefe und schöne, heiße Pools, der eine Smaragdgrünen, der andere Saphirblau.

 

Unser Tipp: der 'West Thumb Geysir Ranger Walk'. Er hält alles an geothermischen Erscheinungen bereit. Gerade angekommen, erhalten wir eine spannende 'Yellowstone Lehrstunde' in der uns die Rangerin auch die irrwitzige Geschichte von den Fishing Cones erzählt, einer Reihe kleiner Unterwasser-Geysire, die man zum Fischkochen entdeckte. Heute unvorstellbar, war es das Yellowstone National Park Handbuch für Touristen das 1883 "die Kunst, eine Forelle am Haken zu kochen" beschreibt. Danach wurde das "hook & cook"-Angeln an den Fish Pot Hot Springs zu einem Lieblingssport der Touristen, die mit Kochmütze und Schürze fürs Erinnerungsfoto posieren – noch bevor die Magenbeschwerden von dem im toxischen Wasser gegarten Fisch kamen.

Bunter Abyss Pool iWest Thumb Geysir Basin Yellowstone
Der Abyss Pool im West Thumb Geysir Basin ist einer der tiefsten im Yellowstone
West Thumb Geysir Ranger Walk Yellowstone NP

Die Gelegenheit zu einem Ranger Walk sollte immer wahrgenommen werden!  Den Fishing Cones kann man sich heute per Kayaktour nähern, wenn auch nicht mehr darin kochen, wie auf der alter Postkarte. Die Familie Haynes produzierten seinerzeit 55 Mio. Postkarten in 13 Fotogeschäften im Yellowstone (Museum Old Faithful). 

Black Pool west Thumb Geysir Basin Yellowstone Nationalpark
Der Black Pool bekam seinen Namen wegen seiner dunklen Tiefe

Old Faithful – Geysire mit Wäscheservice

Um 1900 standen die ersten Lodges und nahmen Reisende im Wunderland der Geysire auf. In der Nähe des Old Faithful Inn betrieben geschäftstüchtige Asiaten einen bemerkenswerten Wäscheservice. Sie benutzten eine heiße Quelle, in die sie Kleidung und Seife hineingaben. Alles wurde in die in die Tiefe gesaugt und der Besitzer musste nur noch auf die Wäsche warten, bis sie wieder sauber ausgespuckt wurde. Im Upper Geyser Basin ist der 'Chinese Spring' immer noch zu finden. 

 

Seit Yellowstones einzigartige Geysire und Pools entdeckt wurden, haben die Menschen schon immer Dinge in sie geworfen aus reiner Neugier und zur Unterhaltung. Das Waschexperiment mit Taschentüchern war so beliebt, dass die Lodges sogar abgepackte Seifenstücke an Besucher verkauften. Ein versuchter Waschgang würde heute mit einer Gefängnisstrafe enden. Besonders der hübsche Morning Glory Pool wurde gerne als Abfalleimer oder Wunschbrunnen benutzt. Um ihn zu reinigen, brachte man ihn 1950 künstlich zum Ausbruch. Neben Dosen, Flaschen, Socken und Unterwäsche, spuckte er 76 Taschentücher und 86,27 Dollar in Pennys aus.

 

Aber auch Unfälle passieren. In den kochend heißen Blue Star Spring fiel 1996 ein junger Bison und es roch mehrere Wochen nach Beef Stew. Der letzte tragischste Unfall geschah 1981. Ein blauer Pool wirkte auf einen Hund so einladend, dass er zur 'Abkühlung' hineinsprang und sein Herrchen mit einem Köpfer zur Rettung hinterher, für beide mit tödlichem Ende.

 

Am Old Faithful reihen sich Geysire und Pools wie Perlen an einer Kette. Sie bildet das Upper Geysir Basin, das geologische und touristische Epizentrum des Yellowstone Nationalparks. Er besitzt die größte Konzentration geothermischer Erscheinungen der Welt und über die Hälfte aller Geysire. Der Trapper und Entdecker John Colter wurde von vielen nur belächelt und gar als Lügendichter bezeichnet, als er von einer kochenden, speienden Erde mit giftigen, brodelnden Schlammlöchern und dem Geruch von Fäulnis berichtete, nachdem er 1807 als erster Weißer das Yellowstone Gebiet durchreist hatte.    

 

Old Faithful Eruption. Der riesige Parkplatz ist erstmal ein kleiner Schock. Touristen und Tagesausflügler haben allesamt dieselbe Absicht. Dem Menschenstrom folgen wir zu der meist besuchten Attraktion Old Faithful. Er ist nicht der größte aber der treueste Geysir mit der kürzesten Wartezeit. Alle scharen sich zum Gemeinschaftsevent um ihn herum, die aufbauende Spannung ist zu spüren bis er sich zeigt und seine Fontäne 30.000l Wasser entlädt. Als der Old Faithful entdeckt wurde, brach er noch stündlich aus, heute schießt er immer noch alle 90 Minuten 55m in die Höhe. Tipp: Old Faithful Ausbruch vom Observation Point mit Blick über das ganze Upper Geysir Basin.

 

Im Old Faithful Visitor Center wird 30 Minuten vor und 15 Minuten nach der Eruption ein Film gezeigt. Hier sammeln wir alle wichtigen Parkinformation ein, das Timing der Gysire, die Yellowstone Parkzeitung und alle Trail Guides zu den Wanderregionen im Yellowstone. Vor allem für abgelegene Wanderungen, kann man Bärenspray auch gegen eine Tagesgebühr leihen (in allen Visitor Center).

 

Old Faithful Inn – eines der eindrucksvollsten Blockhäuser der Welt

Ein Highlight ist die Besichtigung des 1904 eröffneten, geschichtsträchtigen Old Faithful Inn. Besucher sind willkommen, daher kann es zugehen wie im Bienenstock. Das denkmalgeschützte, riesige Blockhaus faszinierte mich mehr als draußen der Geysir. In der prachtvollen 76 Meter hohen Lobby staunt man über die gewagte Holzkonstruktion. Über sieben Stockwerke geht der Blick bis zur Holzdecke. Im Baumhaus ähnlichen 'Crow's Nest' ganz unter dem Dach spielte früher das Streichquartett. Für den mächtigen 6 Meter hohen Steinkamine wurden 545 Tonnen Rhyolith-Quader aus dem Black Sand Basin aufgetürmt. Vieles von der Einrichtung ist noch Original. Die Wandkandelaber und Leuchten in der Lobby und im Speisesaal, die massive schmiedeeiserne Uhr über dem Kamin, die rote Haustür mit dem Riesenschloss. Die 87 historischen Zimmer sind ohne eigenes Bad, aber immer gefragt. In den Blockhaus-Anbauten sind über 200 neuere Zimmer untergebracht. Das Old Faithful Inn ist eines der größten Bauwerke der Welt im Blockhausstil.

 

Zwei Tipps. Old Faithful Inn free Tour Es gibt täglich mehrere Führungen zur interessanten Hotelgeschichte. Und im 2. Stock lässt es sich von der Besucherterrasse ganz entspannt auf den Old Faithful warten (sogar das mitgebrachtes Sandwich darf hier verzehrt werden).


Death in Yellowstone. "Unfälle und Torheiten im ersten Nationalpark"

 

Ein morbides Lesevergnügen sind die Geschichten über die Torheit des Menschen in der freien Natur. Whittlesey hat alle Todesfälle der letzten 100 Jahre im Yellowstone Nationalpark sorgfältig dokumentiert und zeigt die vielen Möglichkeiten auf, wie die Natur dich auffressen und ausspucken kann – nicht blutrünstig, aber er beschreibt genau, was mit dem menschlichen Körper passiert, wenn er in kochendes oder ätzendes heißes Wasser getaucht wird. Die Bären Geschichten sollte nicht lesen, wer im Yellowstone vor hat zu zelten.

Das Buch will die Leser dazu bewegen, die Sicherheitsregeln zu befolgen: „Die Wildnis zu respektieren, daran müssen wir törichte Sterbliche immer denken. Denn sie kann uns nicht nur beißen, sie kann uns sogar verschlingen." 

Death in Yellowstone: Accidents and Foolhardiness in the First National Park (nur auf Englisch als Taschenbuch oder Kindle bei Amazon).

 


Grand Prismatic Spring – ein Regenbogen im Wasser

Die mit Abstand schönste und spektakulärste geothermische Erscheinung im Yellowstone Park ist der Grand Prismatic Spring! Große Geysire sieht man vielerorts auf der Welt, aber eine Thermalquelle wie das berühmte Yellowstone Auge ist einmalig. Zwar gibt es noch zwei größere Thermalquellen auf der Welt, doch sind sie farblos und keine Konkurrenz.

Rund um den imposanten Quelltopf fließt das Wasser breitflächig ab. Wir spazieren durch schillernde Regenbogenringe, auf Planken in einer geordneten Besucherschlange, die manchmal bei Selfie-Stau ins stocken gerät. Nebel gleitet über die algengefärbten weiten Kalkterrassen und liefert kunstvolle Fotomotive. Das am kühlsten wirkende Blau mit 50m Tiefe ist die heißeste Stelle der Quelle und mit rund 90°C zu heiß für die Farben produzierenden Mikroorganismen. Während aber die Temperatur zu den Rändern hin allmählich abnimmt, malen sie blendend helle Gelbtöne, heftiges Orange und tiefe Rottöne. Jede Farbe wird durch die Temperatur bestimmt.

 

Als Höhepunkt fehlt uns noch der spektakulärste Blick auf den Grand Prismatic Spring. Dazu muss man in die Höhe. Eine Meile den Fairy Falls Trail hinauf, dann schauen wir auf das berühmte blaue Auge, wie es bunte Tränen weint. Es fasziniert jeden und von hier oben betrachtet, möchte man meinen, das Bild ist mit Photoshop bearbeitet.

  • Der Grand Prismatic Spring befindet sich im Midway Geyser Basin (größerer Parkplatz) 5 Meilen nördlich von Old Faithful. Für den 'Grand Prismatic Spring Overlook' parkt man etwas südlicher am Fairy Falls Trailhead. Vom Parkplatz dauert der Aufstieg 15-20 Minuten (s. Google Map).

Firehole Lake Drive

 

Zwei Meilen nördlicher biegen wir in den Firehole Lake Drive, unsere letzte Station für heute. Ein schöner 3 Meilen langer Abstecher der seinem Namen gerecht wird und in dem wir wieder die Ruhe genießen. Auf der Fahrt durchs 'Feuerloch' folgen hübsche blaue Pools, der Pink Cone Geysir und der White Dome Geysir, der alle halbe Stunde ausbricht, der Great Fountain Geysir lässt sich dagegen 11 Stunden Zeit, dann allerdings sprudelt er bis zu einer Stunde lang. Nicht selten sieht man wartende Besucher beim Picknicken.

 

Im Madison Campground wird uns der Platz zugeteilt. Die Stellplätze sind alle großzügig im lichten Wald gelegen zwischen Straße (Verkehr bis Abends zu hören) und Madison River. Besonders schön: der Abendspaziergang zum Madison River, wo wir den Fliegenfischern noch eine Weile zusehen. Es ist einer der größten Campingplätze im Yellowstone und der nächste zum Old Faithful und Grand Prismatic Spring. Ein einfacher Platz ohne Duschen, kein hook-up aber Dumping-Station.

 

 

Auf der Durchfahrt ist der Yellowstone Park recht unscheinbarer: eine riesige, kesselförmige Senke ohne spektakuläre Erhebungen. Seine Naturwunder liegen in der waldbedeckten Caldera versteckt. Unter ihr schwelt eine riesige Magmakammer, die an der Oberfläche heiße Quellen, regenbogenfarbene Pools, Geysire, brodelnde Schlammtöpfe und dampfende Schlote zur Schau stellt. 

 

Supervulkane wie der Yellowstone hinterlassen nach einer Eruption keinen Kegel, sondern eine Caldera aus der entleerten, in sich zusammengestürzten Magmakammer. Im Yellowstone hat sie die Größe von Korsika, und das Magmareservoir könnte den Grand Canyon mehr als elfmal füllen. In die Schlagzeilen kommt der Supervulkan immer wieder. Einige Vulkanologen sehen den Ausbruch des Planetenkillers Yellowstone als längst überfällig,  andere rechnen mit der nächsten großen Eruption in etwa 1 oder 2 Millionen Jahren.

 

Im Wohnmobil-Himmel

Tipps, um den Yellowstone Park wirklich zu genießen

Sein Tagesprogramm nicht zu voll packen und etwas großzügiger mit der Zeitplanung sein. Meinen vorgefertigten Plan hatte ich gleich nach dem ersten Tag zusammengestrichen. Auf den Erkundungsgängen verbrachten wir doch mehr Zeit als gedacht und während der Fahrt hält man immer wieder an, um eine Aussicht zu genießen, eine Bisonherde zu beobachten und Fotos zu schießen. Die Parkplätze an den beliebtesten Spots sind knapp und es kann zu Verzögerungen durch Straßenarbeiten oder einen Bisonstau kommen (und viel Verkehr im Sommer). 

 

Die Yellowstone Grand Loop. Die Fahrstrecken in Yellowstone darf man nicht unterschätzen, der Park ist groß, viermal so groß wie das Saarland. Der ganze zu einer  "8" verschlungene Rundkurs umfaßt 230 km (142 Meilen). Die nördliche Upper Loop und die südliche Lower Loop Runde sind jede ein Stück zu lang, um sie an einem Tag wirklich zu erkunden ohne dabei durchzurauschen. Übernachtungen im Park können die Reisezeit verkürzen. Die Grand Loop läuft praktisch an den Highlights entlang und ist zum größten Teil bis Anfang Oktober offen. Fünf Eingänge führen von allen Himmelsrichtungen in den Yellowstone Park.

 

Das Allerwichtigste schafft man auch in drei Tagen, dann bleibt aber kaum Zeit, geduldig auf Geysire oder Wildtiere zu warten oder sich auf eine der schönsten Wanderwege zu begeben.

 

Die Yellowstone 'Lower Loop' bietet die meisten Attraktionen und die größte Abwechslung. Auf der südlichen Runde besucht man das Wahrzeichen des Parks, den Old Faithful Geysir (und seine historische Holzlodge), den spektakulären Grand Prismatic Spring von oben und unten, fährt die spannende 3-Meilen Firehole Lake Road Loop, durchwandert den brodelnden Farbtopf Artist Paint Pot, genießt die Ausblicke auf den farbenprächtigen Grand Canyon und seine Wasserfälle, sucht sich vor Sonnenuntergang einen Platz an der verträumten Flusslandschaft im Hayden Valley zum Wildlife Watching und Innehalten nach einem erlebnisreichen Tag.

 

Campingplätze und Unterkünfte im Yellowstone so früh wie möglich reservieren. Bereits ab dem 1. Mai schaltet die zentrale Buchungsstelle die Reservierung für das Folgejahr frei! Ohne Reservierung haben RV-Camper im Sommer nur eine Chance, wenn sie ganz früh an einem der 7 „first come-first served“ Campingplätze erscheint. Die 5 anderen Campingplätze sind zu reservieren, wobei Madison und Canyon die beste Ausgangslage haben. In den beiden verbringen wir je zwei Nächte. Übernachtungen im Park sind teurer, aber ersparen die Fahrten zu den Außenposten, wie die nächstgelegenen West Yellowstone oder Gardiner im Norden.

 

Den Massen entgehen. Es heißt, dass 80 Prozent der Yellowstone Besucher sind nie weiter als 10-15 Minuten von ihrem Fahrzeug entfernt. Das können wir bestätigen. Eine Wanderung, und man ist der Straße und Menge einfach entrückt. Stets Proviant einpacken und an einer der vielen Picknick-Plätzen oder schönen Aussichten in Parkbuchten rasten.

 

An einem 'Ranger Walk' teilnehmen. Die Nationalpark-Ranger wissen die komplizierten Naturwunder so leicht und unterhaltsam zu erklären.

 

Früh starten, spät aufhören. Versuche keine Tageslichtstunden zu verschwenden und bleibe so lange unterwegs, bis auch das Licht verschwunden ist. Geysire, Wasserfälle, dampfende Quellen und Bisons lassen sich bis tief in die Dämmerung beobachten und ist besser als jedes Fernsehprogramm. Für den beliebten Yellowstone gilt umso mehr: mit den Tieren aufstehen! 

 

Timing der Geysire. Die aktuellen Zeiten der Geysir-Ausbrüche im Yellowstone gibt es auch als App.

 

Zum Yellowstone Wetter & Klima. Hier unter Past Weather wird monatlich das Wetter der vergangenen Jahre aufgezeigt. Wir reisen Mitte September und haben Glück mit dem Wetter. Am Tag kann die Sonne brennen und für einen Sonnenbrand sorgen. Nachts und in den frühen Morgenstunden ist die frostig Zeit für Mütze und Handschuhe. Die Nachttemperaturen lagen zwischen 1° und -5° Grad, der Tag zwischen 16° und 25° Grad.