Große Chile Reise – vom Altiplano bis Patagonien

In Bildern und Berichten wollen wir von unserer Chile Reise erzählen.

 

Von prachtvollen Vulkanen, spuckenden Lamas und einem brüllenden Gletscher. Von Gipfelträumen, Sturm und Schönwettertagen. Von Pisco Sour, einem exzessiven Sternenhimmel und den ältesten Mumien der Welt. 

 

Die landschaftlichen Unterschiede in diesem langen Land muss man erleben. Die trockenen Wüsten und Salzseen im Hohen Norden bei den freundlichen Aymara Indios. Weiter unten in der Seenregion ragt aus dichten, feuchten Regenwälder der schönste aller schneegekrönten Vulkane. Dann im Süden, Patagonien, das von Hamburg bis Neapel reichen würde, nimmt auf Grenzen keine Rücksicht und breiten sich von Chile bis Argentinien aus, in bizarrer Gestalt im chilenischen Nationalpark Torres del Paine und im argentinischen Nationalpark Los Glaciares, beides Traumziele eines jeden Outdoor-Freundes. Die Tage im Sommer sind hier ewig.

 

Reisedauer 33 Tage (inklusive Hin- und Rückflugtage mit 3 Übernachtungen in Buenos Aires).

 

Unsere Route (Stationen auf Google Map)

  • Ankunft Santiago de Chile mit Weiterflug nach La Serena (1 ÜN) / Valle del Elqui  (3 ÜN).
  • Flug La Serena – Calama. Besuch der Atacama Wüste ab San Pedro Atacama (4 ÜN / 5 Tage).
  • Nachtbus San Pedro Atacama – Arica (im Norden), von dort gehen wir direkt auf die geführte Altiplano Hochlandtour (3 ÜN / 4 Tage), die am Meer in Iquique (1 ÜN) endet.
  • Flug Iquique – Puerto Montt. Von Puerto Varas (4 ÜN) am Llanquihue See Besuch der Seenlandschaft mit Vulkanen und deutschen Siedlerdörfern.
  • Flug Puerto Montt – Punta Arenas (1 ÜN oder direkt weiter nach Puerto Natales).
  • Bus Punta Arenas – Puerto Natales (4 ÜN). Mit Mietwagen Besuch Nationalpark Torres del Paine.
  • Bus Puerto Natales – El Calafate (Argentinien, 2 ÜN). Neuer Mietwagen ab El Calafate zum Besuch beim Gletscher Perito Moreno im Nationalpark Los Glaciares. 
  • Weiterreise mit Mietwagen nach El Chalten (Argentinien, 4 ÜN), das Wanderer-Mekka am FitzRoy Massiv.
  • Mit dem Mietwagen nach El Calafate Airport – Flug nach Buenos Aires (3 ÜN / 4 Tage), von dort mit dem späten Rückflug zurück nach Deutschland.

 

Einfallstor Santiago de Chile. Am Flughagen angekommen, werden wir am Gepäckband von freundlichen Labradoren empfangen, die sich schnüffelnd an die Rücksäcke hängen. Die chilenischen Zollhunde suchen nicht etwa nach Drogen, sondern Lebensmitteln. Bis heute gibt es zum Beispiel keine Fruchtfliegen in Chile. Für frische Nahrungsmittel besteht ein striktes Einfuhrverbot! Ein vergessener Apfel kann teuer kommen. Selbst eine geleerte Pfeffermühle wurde einer Reisenden zum Verhängnis. Die Reste im Mahlwerk wurden aufgespürt und mit 200 USD quittiert.

 

Wir nehmen gleich einen Weiterflug nach La Serena, 500km nördlicher. In der zweitältesten Stadt Chiles am langen Pazifikstrand und vor allem im Valle del Elqui wollen wir uns langsam auf Chile einstimmen.

Umsteigezeit bei der Einreise in Chile (Flughafen Santiago). Man sagt, mindestens 2 Stunden sollte eingerechnet werden für Zollabfertigung, Gepäckaufnahme und wieder einchecken für den Weiterflug (1 Stunde vor Abflug), auch eine eventuell verspätete Ankunft berücksichtigen. Je nachdem, wie viele internationale Flüge zu der Zeit ankommen, kann es schneller oder langsamer gehen.

 

Chile Reiseführer habe ich mehrere durchgearbeitet und die renommierten Verlage Lonely Planet, Reise Know-How, Stefan Loose sind alle gut recherchiert und detailliert. Von der Aufmachung gefiel mit der Lonely Planet am besten. Entscheidend ist am Ende die Aktualität des Inhalts. Die neuesten CHILE Reiseführer im Überblick (Amazon). Außerdem waren und noch hilfreich

"KulturSchock Chile" aus der besonderen Reiseführer-Reihe von Reise Know-How ist ein informativer Begleiter, um Chilenen und Chile besser zu verstehen. Anhand von Fakten und persönlichen Erlebnissen wirft die Autorin einen Blick hinter die Kulissen und berichtet vom Alltag der Menschen, ihren Gewohnheiten und von den gesellschaftlichen und politischen Konflikten. Das Büchlein hilft Vorurteile abzubauen, aber auch Fettnäpfchen zu umgehen und macht fremde Verhaltensweisen verständlicher – das alles ist dazu unterhaltsam geschrieben. (Amazon)

 

Der Kauderwelsch-Sprachführer Spanisch für Chile … Wort für Wort.

Ein kleinformatiger Reisesprachführer für einen einfachen Sprachgebrauch. Dabei geht es um die Alltagssprache, die man auf Chiles oder Boliviens Straßen hört. Man kommt schnell ins Gespräch, auch wenn's nicht immer korrekt ist. (Amazon)

 

Wer auf der Patagonien Reise den Fokus aufs Wandern legt, findet viel Anregung im Rother Wanderführer 'Patagonien und Feuerland'. Unter den 50 Touren sind die Hälfte spannende Mehrtagestouren, aber auch 15 kürzere Wanderungen von einigen Stunden spiegeln die Vielfalt Patagoniens wider. (Amazon Blick ins Buch)


Chile-Essen- Trinken-Dolmetscher.pdf
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Chile Lese-Tipps

Der erfolgreichste Chile Roman. "Das Geisterhaus" von Isabel Allende (Amazon)

 

Isabel Allende überraschte mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans, der sofort zum Welterfolg wurde. Isabel Allende ist eine Nichte des früheren chilenischen Präsidenten Salvador Allende, der 1973 beim Militärputsch durch Pinochet gestürzt wurde und dabei ums Leben kam. Die  stark autobiografisch eingefärbte Geschichte einer großbürgerlichen Familie und die Geschichte des Landes sind miteinander verwoben und meisterhaft erzählt. 'Das Geisterhaus' ist eine fesselnde Saga, die das Leben von vier Generationen umspannt und das Persönliche und Politische zu einem epischen Roman über Liebe, Magie und Schicksal verbindet.


 Eine wahre Geschichte über El Jimmy, Outlaw of Patagonia

"El Jimmy: Outlaw of Patagonia. Vierzig Jahre Abenteuer an der letzten Grenze der Welt." (1936) von Herbert Childs ist eines der besten Bücher über Patagonien.

 

Unterhaltsam und farbenfroh erzählt der kalifornische Biograph Herbert Childs aus erster Hand die außergewöhnliche Geschichte des Engländers 'El Jimmy', ein Gesetzloser und Abenteurer in den frühen Tagen der patagonischen Besiedlung. Er lebte auf der Flucht und bei den Indianern, verliebte sich in ein Tehuelche-Mädchen, das er zunächst bei einem Pferderennen verliert, später aber wiederfindet und heiratet. 1936 berichtete die New York Times über seine Geschichte und das erschienene Buch, das Patagonien um 1900 hervorragend darstellt mit allen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Hintergründen.

Leider wurde es nur auf Spanisch wieder aufgelegt. In Antiquariaten wird man vielleicht noch fündig oder liest es auf der digitalen Publishing Plattform issuu

 


"In Patagonien" von Bruce Chatwin (Reiseroman 1977 | Amazon Blick ins Buch)

 

Ich bereue es nicht, dieses Buch gelesen zu haben. Chatwin selbst scheint ein faszinierender Charakter zu sein und er ist ein brillanter Beobachter. Doch er hinterlässt eine monotone Landschaft, die von weit voneinander entfernten Behausungen durchzogen ist, die fast immer von seltsamen europäischen Einwanderern bewohnt sind. Einige Episoden waren langweilig und einige exzentrisch genug, um weiter zu lesen. Nach beenden des Buches wurde dem Ort Patagonien irgendwie seine Magie entzogen. Die einzigartigen Landschaften, Kultur und Gesellschaft sind kein Thema. Es geht um Begegnungen auf einer Reise und Chatwin beherrscht eine lebendige Personenbeschreibung.


"Chile in Bewegung. Reportagen aus einem Land der Gegensätze"

 

Keine langweiligen Fakten. Mit Reportage-Geschichten blickt der Lateinamerika Experte Toni Keppeler hinter die Kulissen des Andenlandes, dessen neoliberales Wirtschaftsmodell zu extremen sozialen Ungleichgewichten geführt hat. Die Unterschiede zwischen arm und reich gehören mit zu den größten auf dem Kontinent. Der Schweizer Journalist nimmt die Sicht verschiedener Bevölkerungsgruppen ein. Zwar lebt das chilenische Volk nicht mehr in Angst, es zeigt sich aber auch wie schwierig es ist, eine verlorengegangene Demokratie zurückzuerobern. Keppeler berichtet ausführlich und kritisch. Das Buch zeigt die Gründe auf, warum die Leute heute in Chile auf die Straße gehen. (Amazon Blick ins Buch