Beirut - Im Schnittpunkt der Kulturen

City-Trip Beirut mit Ausflügen nach Baalbek und Mount Lebanon

Vielleicht nirgendwo sonst in der Welt versammelt sich auf so kleinem Raum eine derartige kulturelle und politische Vielfalt. Das macht den Libanon mit seiner Hauptstadt Beirut als Reiseziel so faszinierend.

 

Wenn man dann noch mit einem jener libanesischen Weltbürger befreundet ist, der nach langen Jahren im Ausland sein Domizil im Herzen von Beirut aufgeschlagen hat und ein wahrer Connaisseur von lokaler Kultur und Politik ist, wird dieser Trip zur reinsten Bildungsreise.

 

Beirut Achrahfieh Aschrafiyya
Über den Dächern von Beirut – Blick auf den Nobelhügel Achrafieh
Let's Party. Das Nachtleben von Beirut ist legendär.
Let's Party. Das Nachtleben von Beirut ist legendär.
Mohammed-al-Amin-Moschee Martyr Square Beirut Lebanon
Märtyrerplatz

Weltmetropole des Mittleren Ostens der 1950er und 60er Jahre, kommerzieller und intellektueller Schmelztiegel zwischen Westen und Mittlerer Osten, zwischen Christentum und Islam. Noch heute sticht der Libanon in der arabischen Welt aufgrund seiner bedeutenden christlichen Präsenz, seines arabisch-westlichen Dualismus und der Einzigartigkeit seiner konfessionellen Demokratie heraus. 

Nicht weniger als 18 anerkannte Religions-gemeinschaften zählt man im Land. Die bedeutendsten sind die christlich geprägten Maroniten und die zwei wichtigsten islamischen Richtungen, Schiiten und Sunniten. Daneben gibt es Drusen, Griechisch-Orthodoxe, Armenisch-Apostolische, Kopten – um nur einige zu nennen.

 


Libanon – Die Schweiz des Nahen Ostens

Corniche Beirut
Die Corniche, Beiruts berühmte Flaniermeile

Vermutlich war es der französische Schriftsteller und Politiker Alphonse de Lamartine, der in den Dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts auf seiner Reise in den Orient als erster den Libanon mit der Schweiz verglichen hat, als er sich Beirut mit dem Schiff näherte und die schneebedeckten Gipfel des Mount Lebanon Gebirges erblickte.

 

Aber nicht nur die Topographie, sondern auch die Vielsprachigkeit legen einen Vergleich mit der Schweiz nahe. Mit Leichtigkeit parlieren die Libanesen mindestens in drei Sprachen: Arabisch, Französisch und Englisch gehören zur Grundausstattung, weitere Idiome kommen hinzu, je nach dem in welche Länder es die polyglotten Libanesen verschlagen hatte. 

Man könnte auch eine dritte Parallele zur Schweiz anführen: Die Banken gelten als geheime Macht im Staate. Während des 15-jährigen Bürgerkrieges wurden weite Teile von Beirut entlang der Frontlinie, der sogenannten Green Line, in Schutt und Asche gelegt. Verschont blieb nur die Straße, in der die Banken ihren Sitz hatten, schließlich hatten alle Kriegsparteien ihr Geld in der Bank Street im Zentrum von Beirut deponiert. Noch heute gilt der Chef der Zentralbank als einer der mächtigsten Männer im Lande. 

  

Bakarat Building Gelbes Haus Beit Beirut Stadtmuseum Beirut Beit Beirut Libanon
Das Bakarat Building (Gelbes Haus) beherbergt hinter der Bürgerkriegsfassade ein modernes Stadtmuseum (Beit Beirut)

Beirut - Home Base' des libanesischen Weltnetzwerkes

Was verbindet Nicolas Hayek, der verstorbene Swatch Gründer, Carlos Ghosn, Chef von Renault-Nissan oder Carlos Slim Helú, mexikanischer Telecom-Tycoon, laut Forbes-Liste einer der reichsten Menschen der Welt? Sie alle haben libanesische Wurzeln, sind Teil der weltweiten auf rund 15 Millionen geschätzten libanesischen Diaspora, denen nur knapp 5 Millionen Einwohner  in der Heimat gegenüberstehen. 

 

Im Lauf seiner Geschichte hat der Libanon verschiedene Auswanderungswellen erlebt. Die berühmten Vorfahren, die Phönizier haben den Anfang gemacht: Die Händler schwärmten übers Mittelmeer aus und gründeten Städte wie Karthago (nahe dem heutigen Tunis) oder das spanische Cadiz. Spätere Emigrationsschübe waren weniger freiwillig motiviert: Die Kreuzzügler im 11. Jahrhundert, die Osmanen bis Ende des 19. Jahrhunderts, eine Hungersnot in den 1910er Jahren oder der von 1975 bis 1990 dauernde Bürgerkrieg trieben Libanesen in alle Herren Länder. Sie fanden eine neue Heimat in Brasilien, USA, Kanada, Westafrika oder Australien. Als überwiegend christliche Einwanderer sickerten sie ein in die fremde Kultur, passten sich an, arbeiteten sich hoch. Niemals entstanden libanesische Ghettos, man verschmolz mit der neuen Kultur – stets aber wurde enger Kontakt zur 'Home Base' in der Levante gehalten.

Viel Geld von den Auslandslibanesen fließt in die Heimat zurück. Sie sind der verlängerte Arm der libanesischen Wirtschaft, und viele leisten sich ein Domizil in Beirut, was die teils sehr hohen Wohnungspreise erklärt, die durchaus auf dem Niveau von Paris oder München liegen.

Aber nicht nur Geld sondern auch ihre im Ausland angenommene Kultur importiert die Diaspora nach Beirut, dadurch entsteht das ausgeprägte kosmopolitische Flair dieser Stadt!

  

Beim Spaziergang durch Beirut ist die wechselvolle Geschichte dieser Stadt allerorts zu sehen. Angefangen bei den römischen Ausgrabungsstätten, über unzählige historische Sakralbauten bis hin zu modernsten Wohnhochhäusern bietet Beirut ein spannendes architektonisches Kaleidoskop.

Nicht immer ohne Kontroverse baute die vom ehemaligen Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri gegründete Immobiliengesellschaft 'Solidere' die Stadt über die letzten Jahrzehnte Stück für Stück wieder auf. Immer noch aber zeugen viele brachliegende Grundstücke oder pockennarbige, zerfallene Fassaden vom 1990 zu Ende gegangenen Bürgerkrieg. Dennoch strahlen viele Stadtteile wie z.B. das Ausgehviertel 'Gemmayzeh' eine gewisse Gemütlichkeit aus – vielleicht sind die sanfte Hügellage und schönen altfranzösischen Häuserfassaden dafür verantwortlich.

 

 

Wer sich die Straßen und Gebäude von Beirut ausgiebig angeschaut hat, kann sich den zahlreichen Kunstgalerien und Museen widmen. Die sehenswerten Museen der Stadt sind:

  • National Museum of BeirutGroßartige Antiken-Sammlung. Während des Bürgerkriegs wurden die wertvollen antiken Mosaike durch Betonwände geschützt. Ein noch heute zu sehendes, großes Einschussloch an einem der Mosaike zeigt aber, dass dies nicht immer verhindert werden konnte.
  • Aishti FoundationEtwas außerhalb des Stadtzentrums hat sich Tony Salamé, ein in sein Luxusfashion Empire eingebundenes Museum hingestellt, das seine Privatsammlung an moderner Kunst beherbergt.
  • Sursock MuseumPrächtige Aussenfassade aus osmanischen und venezianischen Elementen. Zeigt eine Sammlung libanesischer Kunst und Wechselausstellungen im Untergeschoss.
  • Beit BeirutEröffnung 2017. Bürgerkriegsmuseum und Kulturzentrum.
Beit Beirut Stadtmuseum Bürgerkriegsmuseum Beirut
Hinter der ungeschminkten Bürgerkriegsfassade versteckt sich das neue Stadtmuseum und Kulturzentrum Beit Beirut

Kulinarische Metropole

Wenn's ums Essen geht, ist Beirut in der absoluten Weltspitze anzusiedeln. Hier treffen sich orientalische, europäische und ostasiatische Küche zu einer einzigartigen Fusion. Die Haute Cuisine der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich hat ihren Abdruck im Land ebenso hinterlassen wie die libanesische Diaspora, die ihren kosmopolitischen Gaumen in die Heimat mitbringt und Restaurants eröffnet. Bandbreite und Preisspanne des kulinarischen Angebots sind enorm: Zwischen dem besten €3-Falafel und dem exquisiten Sternerestaurant für einige hundert Dollar findet sich etwas für jeden Gaumen und Geldbeutel. Und für all die libanesischen Küchen liefert die Bekaa-Ebene frischestes saisonales Gemüse und Obst. 

 

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Beirut – Tipps für Restaurant, Bar und Hotel

  • In der Heimat des Imbissklassikers Falafel findet man den Besten bei M. Sahyoun. In der Damascus Avenue gibt's gleich zwei Imbisse mit dem Namen Sahyoun, beide produzierten nur eines: Falafel allererster Güte. Adresse: Zentrum Beirut auf der Damascus Avenue (zwischen Al Bachir und Antoine Edde Strasse). Aber Achtung, es gibt in der Stadt auch einige Copycats unter dem gleichen Namen.
  • Für ein traditionelles libanesisches Frühstück empfehle ich das alteingesessene und basisnahe Restaurant El Soussi. Hier gibt es preiswerte und sehr leckere kleine Gerichte wie Hummus, Ful oder die köstliche 'Eggs and Awarma' (Ei mit Lammwurst). Adresse: Im Zentrum von Beirut, Stadtteil Mar Elias, in Google Maps als Al Soussé Restaurant eingetragen. Jeder Taxifahrer wird diese Institution kennen. 
  • Wer es lieber süß mag zum Frühstück, sollte ein Knefeh-Sandwich in der Konditorei Rafic al Rashidi gleich neben dem Stadtmuseum (Bakarat Building) ordern. Absolut köstlich! Achtung: Kalorienhaltig und Suchtgefahr! Adresse: Auf der Independance Street in Achrafieh, Beirut (neben Beit Beirut, Stadtmuseum).
  • Beim Besuch des Sursock Museums lädt die herrliche Terasse zum Verweilen im gleichnamigen Sursock Restaurant ein. Hier werden köstliche mediterrane und asiatisch angehauchte Gerichte serviert. Alles sehr leicht und mit frischesten lokalen Zutaten zubereitet. Auch zum Abendessen. Adresse: Georges Choueiri Street, Ashrafieh, Beirut.
  • Das Stove Restaurant & Terrace bietet sowohl draußen wie drinnen ein wunderbares Ambiente. Ausgezeichnete mediterran-internationale Küche, riesige Weinkarte. Gehobene Preise. Adresse: Monot Street, Ashrafieh, Beirut.
  • Noch drei Tipps für Drinks: Die Dragonfly Bar in der Gouraud Street und das Internazionale in der Armenia Street, beide im Ausgehviertel Gemmayzeh sind coole Bars. Im schicken Centrale (Mar Maroun Straße) schwebt die Bar in einer überdimensionierten Stahlröhre hoch über dem Restaurant - abgefahrene Architektur!

 

Der City Guide von WALLPAPER 2012 (Amazon) taugt noch gut für eine Beirut "Architour".

 

Aktuelle Bewertungen von Beiruts Restaurants und Bars findet man am besten unter Zomato (für Beirut besser als Tripadvisor).

 

HOTEL EMPFEHLUNG BEIRUT. Als Unterkunft empfehlen Einheimische das Albergo Hotel und die Villa Clara. Beide Hotels mit einer individuellen Innenarchitektur, sehr libanesisch, top Service und zentral im Stadtteil Achrafieh gelegen.   

 


EIN KOCHBUCH TIPP. Granatapfel, Sumach & Zitrusduft

 

Die schönsten Rezepte aus der orientalischen Küche

 

Eine ziemlich geniale 'Orientalische Küche' bietet der Koch-Bildband Granatapfel, Sumach & Zitrusduft (Amazon)  modern mit überraschenden Variationen. Alleine im Buch zu Blättern macht Vorfreude und einen wässrigen Mund. Mit wunderschönen Bildern und Rezepten die inspirieren – raffiniert und meist einfach zuzubereiten. Ein paar meiner Favoriten: Topinambur-Hummus mit Lamm – Knusprige Mangold-Falafel – Fenchel-Feta-Köfte mit Walnuss-Tarator – Geschmortes Lamm mit Frühlingszwiebeln, Kirschen und Zitrone – Kebabs mit Walnüssen, Pinienkernen und Kartoffelpüree. Silvena Rowe ist eine bekannte Küchenchefin in England.

 


Das Internazionale, cooler Hangout in Gemmayzeh
Das Internazionale, cooler Hangout in Gemmayzeh

Baalbek – Tempelanlage kolossaler Ausmaße

Zwei Autostunden von Beirut befindet sich einer der spektakulärsten antiken Stätten im Mittelmeerraum

Baalbek Libanon Bacchustempel
Bacchustempel in der Tempelanlage Baalbek, Libanon
Baalbek Lebanon Jupitertemple
Die sechs verbliebenen, 20m hohen Säulen des Jupitertempels, dahinter der Bacchustempel

Fahmi Shraif ist aus dem Häuschen. Der Touristenführer aus Baalbek hat zahlende Kundschaft gewonnen – und nicht nur das, er kann endlich wieder sein Deutsch, besser gesagt sein Schwizerdütsch auspacken. Zwei Jahre lebte er im schweizerischen Schaffhausen und als Tobi sagt, er sei dort geboren, kann er nicht mehr an sich halten und legt los in ungestümem Alpendialekt. Das waren beste Voraussetzungen für eine äußerst unterhaltsame Führung durch die Tempelanlagen von Baalbek.

 

Staunen beim Anblick der sechs verbliebenen, 20 Meter in die Höhe ragenden Säulen des Jupitertempels. Beim Betreten des sehr gut erhaltenen imposanten Bacchustempels schaut jeder Reisende fasziniert und vergleicht die enormen Ausmaße von Baalbek mit archäologischen Stätten andernorts. In den Sinn kommen Karnak Tempel in Luxor oder Parthenon auf der Akropolis. In dieser Reihe von Tempelanlagen ist Baalbek das 'jüngste' Bauwerk, errichtet von den Römern zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert AD. Seinen Namen erhielt dieser Ort aber lange vor den Römern, als die Bewohner Kanaans einen Gott „Baal“ anbeteten.   

 

Außer einem jungen deutschen Traveller-Pärchen scheinen wir hier die einzigen westlichen Besucher zu sein. Baalbek liegt am Fuße des Anti-Libanon Gebirgszuges der den Libanon von Syrien trennt und dort herrscht Bürgerkrieg, die Touristen bleiben aus. Im Ort sind überall schwarze Fahnen zu sehen, die örtliche Moschee ist schwer abgeriegelt. Grund dafür ist das Aschura Fest, einem für die überwiegend schiitische Bevölkerung sehr hohen religiösen Feiertag. Er wurde in der islamischen Welt nicht selten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mißbraucht.

"Taxiservice" Fahmi Shraif
"Taxiservice" Fahmi Shraif

INFOS ZU BAALBEK
 
Touristenführer
Fahmi Shraif ist ein charmanter, vielsprachiger und fachkundiger Guide, nicht nur für Baalbek. Tel. 00961 70 166913.

Email: FahmiShraif@gmail.com.  
Infos zur Tempelanlage Baalbek Geschichte Baalbek. 

Reviews Tripadvisor

Einkehr-Tipp 
Auf dem Weg zwischen Beirut und Baalbek liegt Zahlé in der Bekaa-Ebene. Dort lässt sich im kühlen Wadi el Arayesh herrlich in eines der vielen Restaurants einkehren, z.B. im Mhanna Restaurant wird die ganze Pracht der libanesischen Küche serviert. Es gibt auch exotisches wie z.B. Ziegenhoden oder gebratene Singvögel.
Aktuelle Bewertungen auf Tripadvisor.


Walking on the Moon

Wanderung auf den höchsten Berg Libanons

Zugegeben, der Gipfel des Qurnat as Sauda (Schwarze Horn), mit 3088m die höchste Erhebung Libanons, ist alles andere als spektakulär. Oben angelangt, fragen wir uns, ob dieser platte Rücken denn wirklich höher ist als die umliegenden Hügel. Und warum um Gottes Willen sind wir nicht ganz kommod in unserem Landrover gefahren, führt doch eine solide Piste ganz nach oben. Nun, unser Bergführer Raja hatte den Auftrag den Alpen erprobten Besuchern aus Westeuropa eine saftige Wanderung im Mount Lebanon Gebirge zu servieren – und das hat er geschafft... Eine Tour die unvergessen bleiben wird. 

Kornet al Sawda Lebanon Qurnat as Sauda Libanon
Auf dem "Gipfel" des Qurnat as Sauda (Kornet al Sawda), mit 3088m Libanons höchster Berg

Um halb fünf Uhr früh sind wir von unserem Hotel im Wintersportort Bischarri gestartet. Dort wo sich die Beiruter High Society im Winter beim Skilauf vergnügt und wo noch einer der letzten Zedernbestände des Landes (Cedars of God) zu sehen ist. Einst war der Libanon reich an Zedern (das Landeswappen), aber schon die Phönizier konnten das Holz allzu gut für ihre Schiffe gebrauchen. Ägypter, Perser, Römer und die Türken gaben dem Waldbestand den Rest.     

Mount Lebanon
Blick ins Mount Libanon Gebirge von Bischarri
Juniper Berry Tree Lebanon Wacholderbaum Libanon
Einsamer Wacholderbaum

Nach kurzer Autofahrt wandern wir nahe des Dorfes Bane los, zunächst durch lichten Zedernwald, dann teils weglos durch immer kargere Landschaft. Unser Blick fällt hinunter zum Küstenstreifen, im Morgendunst ist die Hafenstadt Tripoli zu erkennen. Wir wandern vergnügt vor uns hin, als wir plötzlich Schüsse hören. Sofort kommt der Bürgerkrieg im benachbarten Syrien in den Sinn, die Grenze ist schließlich keine 40km entfernt. Raja beruhigt uns aber, es sind Jäger, die hier oben auf Federvieh aus sind oder einfach nur rumballern. Wenig später begegnen sie uns, im Jeep, Knarre aus dem Fenster gelehnt, sie laden uns zum Picknick ein, wir aber müssen weiter, immerhin dauert der Aufstieg sieben Stunden. 

 

Auf 3000m erinnert die Landschaft an Bilder der Mondoberfläche, staubig steinige Hügellandschaft soweit das Auge reicht. Außer uns ist hier keine Menschenseele. Zwischendurch seltsame Minikrater, die das außerirdische Bild dieser Landschaft komplettieren. Es fasziniert uns mehr als der Ausblick die Küste hinunter, der Wind bläst aus dem Osten, es ist leider ein diesiger Tag.

 

Nach zehn Stunden Wanderung empfängt uns der Landrover nahe der Gipfelstation des Skigebiets, noch ein Blick hinunter in die Bekaa-Hochebene, die Früchte- und Gemüsekammer Libanons. Wir waren auf dem höchsten Punkt des Landes. Raja grinst und witzelt, dass nur ganz wenige Libanesen diese Wanderung je gemacht hätten.

 

Bergführer Raja Saade bietet allerlei Outdoor-Aktivität im ganzen Libanon an: Bergtouren, Wanderungen, Paragliding, Flüge im Heißluftballon, Skitouren im Winter etc.

Kontakt: www.clubthermique.org

Text und Fotos: Jürgen Mahler

 

 

Wenn Euch der Bericht gefallen hat, freue ich mich über einen Eintrag in mein Gästebuch.